Ab Mai erneuert Kasseler Verkehrsgesellschaft die Gleise - Straßenbau beginnt im Juni

Kassel: Altmarkt-Kreuzung vor dem Umbau - Im Sommer Behinderungen

Kassel. Der Umbau der Altmarkt-Kreuzung rückt näher: Im Mai soll es losgehen. Die Tunnel werden geschlossen, künftig werden Fußgänger die Kreuzung oberirdisch überqueren. Während der Umbauzeit im Sommer müssen Autofahrer und Fußgänger mit erheblichen Behinderungen rechnen.

Die einst modernste Kreuzung Europas verändert ihr Gesicht. Das Startsignal gibt die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) mit dem Austausch der Straßenbahngleise, der Anfang Mai beginnt. Die Schienen von der Fuldabrücke Richtung Kurt-Schumacher-Straße werden auf 100 Metern erneuert. Kosten: 100 000 Euro.

Ende Juni / Anfang Juli beginnt nach Auskunft von Uwe Bischoff vom Kasseler Amt für Straßenverkehr und Tiefbau der Straßenbau. Der Altmarkt wird für zwei Millionen Euro umgebaut. Künftig können Fußgänger die Weserstraße, die Kurt-Schumacher-Straße und die Brüderstraße ebenerdig und damit barrierefrei überqueren. Die Fußgängerunterführungen werden geschlossen. Radfahrer kommen über alle vier Straßen, für sie gibt es auch einen Überweg über die viel befahrene Fuldabrücke. Einen Großteil der Kosten trägt das Land.

Während des Umbaus müssen sich Autofahrer und Fußgänger auf Sperrungen und Umleitungen beziehungsweise Umwege einstellen. „Es kann schon zu Beeinträchtigungen kommen“, sagt Bischoff. Auch deshalb, weil die neue Hafenbrücke noch nicht fertig ist und der Verkehr nicht ohne Weiteres dorthin umgeleitet werden könne. „Das müssen wir mit den Arbeiten dort abstimmen.“

Um die Belastungen möglichst gering zu halten, soll vor allem in den Sommer- und Herbstferien gearbeitet werden. Außerhalb dieser Zeiten werde man in Randbereichen tätig sein, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden.

Bis zu 60 000 Fahrzeuge

Schließlich ist der Altmarkt eine hoch belastete Kreuzung: 50 000 bis 60 000 Fahrzeuge rollen am Tag dort entlang, in Spitzenzeiten werden über 5300 Autos in der Stunde gezählt, 250 Fußgänger und 90 Radfahrer. „Mit Beginn der Sommerferien wollen wir richtig einsteigen“, sagt Bischoff. Die Bauarbeiter werden den Straßenbelag auf der Fuldabrücke von der Unterneustadt über den Töpfenmarkt bis zum Graben erneuern. Das Kopfsteinpflaster aus der Kurt-Schumacher-Straße verschwindet. In der anderen Richtung wird vom Renthof an der Brüderstraße bis zum Karlshospital an der Weserstraße gearbeitet. Wo gestartet wird, ist laut Bischoff noch nicht entschieden. „Wir sind noch im Abstimmungsprozess.“ Vor dem eigentlichen Baustart werden die Städtischen Werke zudem Versorgungsleitungen erneuern.

Der Umbau wird sich bis zum Jahresende hinziehen. Die Unterführungen am Altmarkt sollen erst dann geschlossen werden, wenn die Überwege fertig sind und die Ampeln stehen.

Von Ellen Schwaab

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