Baufirma weist Preisabsprachen zurück

Altmarkt-Umbau: Wachenfeld nennt Vorwürfe verleumderisch

Kassel. Die im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Altmarkt-Umbau von der Konkurrenz erhobenen Vorwürfe, die Firma Wachenfeld aus Korbach hätte Preisabsprachen betrieben, weist diese auf Schärfste zurück. Geschäftsführer Jochen Wachenfeld-Teschner nennt die Spekulationen „verleumderisch“.

Die von Konkurrenten losgetretene Kampagne habe nur das Ziel, den Ruf seines Unternehmens zu schädigen.

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Wie die HNA berichtet hatte, war durch einen Konkurrenten aus der Baubranche unterstellt worden, die Firma hätte sich im Vergabeverfahren zum Altmarkt-Umbau mit der Firma Strassing-Limes abgesprochen. Diese hatte in einer Bietergemeinschaft mit der Josef Eley GmbH das günstigste Angebot (2,1 Mio. Euro) abgegeben, aber anschließend mit Verweis auf Mischkalkulation versucht, dieses aus der Wertung nehmen zu lassen. In dem Fall würde der Zweitplatzierte, die Firma Wachenfeld, (2,6 Mio.) auf den ersten Platz des Bieterverfahrens rücken.

Wachenfeld verweist darauf, dass die Auftragsvergabe Sache des Auftraggebers – in dem Fall der Stadt – sei. Es erfolge zuvor eine strenge Prüfung. Maßgebend sei das wirtschaftlichste und nicht das günstigste Angebot. Zu der wirtschaftlichen Verbindung zwischen Strassing Limes und Wachenfeld, die beide gleichermaßen an den Asphaltwerken Waldeck beteiligt sind, sagte der Wachenfeld-Geschäftsführer, dass eine Beteiligung von Baubetrieben an Firmen der Baustoffproduktion (Asphalt, Beton) normal sei. Daraus zu unterstellen, dass man aus der Firmenbeteiligung heraus Preisabsprachen tätige, entbehre jeder Grundlage. Mit Verwunderung nehme er zur Kenntnis, dass fast alle an der Ausschreibung beteiligten Firmen in der Presse erwähnt wurden. Nur nicht die Konkurrenten, die von einem Ausschluss der Firma Wachenfeld profitieren würden. Dies sei die Bietergemeinschaft, bestehend aus den Firmen Heinrich Rohde, Hermann Riede und Hermanns AG.

Der Magistrat will in seiner nächsten Sitzung am 16. Juni über die Vergabe entscheiden. Die Konkurrenz hatte aber bereits angekündigt, bei einer Beauftragung von Wachenfeld das Vergabeverfahren beim Regierungspräsidium prüfen zu lassen. In dem Fall würde ein Bauverzug am Altmarkt drohen. (bal)

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