Mariel Villeré aus den USA untersucht den Einfluss der ersten documenta-Ausstellungen

Amerikanerin sucht Kasseler Zeitzeugen

Mariel Villeré

Kassel. Eine Kunst- und Architekturstudentin aus den Vereinigten Staaten sucht Zeitzeugen der ersten documenta-Ausstellungen 1955 und 1959. Mariel Villeré will in ihrer Abschlussarbeit überprüfen, wie groß der Einfluss der ersten beiden Ausstellungen auf Kassel war.

Dafür ist die 26-Jährige aus Massachusetts eigens nach Kassel gekommen. Sie hofft aus den Gesprächen mit Zeitzeugen zu erfahren, wie die documenta-Ausstellungen wahrgenommen und welche Eindrücke gesammelt wurden. Dabei spielt das Alter nur eine untergeordnete Rolle. „Jeder wird von der Kunst und Architektur beeinflusst, ohne dass er es merkt oder will“, sagt Villeré. So wirkt auch heute noch das größte Kunstwerk der ersten documenta auf Kassels Bewohner, ohne dass viele wissen, dass es eines ist: das Fridericianum.

Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es vor der ersten Kunstausstellung 1955 von Arnold Bode und Werner Haftmann wieder notdürftig, aber funktional hergerichtet. Es war Ausstellungsort und -objekt zugleich. Aus einer Ruine wurde ein Kunstwerk. Aus Architektur wurde Kunst.

,„Die Entstehung eines Kunstwerks dieser Größe aus seinen eigenen Ruinen ist faszinierend“, erklärt Mariel Villeré. Aus diesem Grund interessiere es sie, wie der Wiederaufbau und die Verwendung des Fridericianums für die documenta in Kassel von den Menschen wahrgenommen wurden.

Zeitzeugen der documenta 1955 und 1959 können sich per E-Mail bei Mariel Villeré melden: makv@mit.edu (rax)

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