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Ampel-Kuriosum an der Frankfurter Straße

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Von: Thomas Siemon

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Doppelt, aber nur im Probelauf: An der Haltestelle Leuschnerstraße (dez) wird die Ampelanlage erneuert.
Doppelt, aber nur im Probelauf: An der Haltestelle Leuschnerstraße (dez) wird die Ampelanlage erneuert. © Thomas Siemon

Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Gefahr hält sich an der Hauptverkehrsader Frankfurter Straße halbwegs in Grenzen.

Dort könnte es allerdings passieren, dass man angesichts einer Vielzahl von Ampeln schon mal ins Grübeln kommt. Möglicherweise darüber, wie es denn sein kann, dass man hier meint, vieles doppelt zu sehen. Und das trotz Brille und einem vorschriftsmäßig nüchternen Zustand am Steuer. Weil hier rund um die Straßenbahnhaltestelle Leuschnerstraße (dez) auf wenigen Metern erstaunlich viele Ampeln stehen, von denen einige wechselweise Rot, Gelb und Grün anzeigen, andere dagegen mit weißen Kreuzen versehen sind. Alles zusammen eine recht ungewöhnliche Ampelversammlung.

Die Auflösung: Es handelt sich hier um die Vorstufe zu einer Erneuerung und hoffentlich auch deutlich wahrnehmbaren Verbesserung. Die alten Ampeln sollen nämlich durch neue Modelle ersetzt werden. Und sind es eigentlich auch schon. Denn momentan läuft der Probebetrieb quasi hinter verschlossenen Türen. Die neuen Ampeln sind noch so verdeckt, dass man die Lichtzeichen nicht sehen kann. Bis zum kommenden Dienstag kontrollieren das Mitarbeiter der Firma Siemens und Fachleute der Stadt als Auftraggeber immer mal wieder. Und wenn es keine Beanstandungen gibt, dann verschwinden die Baustellenampeln bald. Die Nachfolger der ausrangierten Exemplare sollen deutlich weniger Strom verbrauchen und auch bei tiefstehender Sonne mit ihrem LED-Licht sehr gut sichtbar sein.

Wir werden uns das anschauen und gleich mal darauf achten, ob die Arbeiten an den Versorgungsleitungen rund um die Kreuzung dann auch weitergehen. Wer das Gefühl hat, dass zwischen dem Auestadion und der Eisenbahnbrücke über die Frankfurter Straße schon eine halbe Ewigkeit gebaut wird, liegt nicht so ganz falsch. Mit Unterbrechungen sind es fast vier Jahre. Im Dezember soll es aber geschafft sein, verspricht die Stadt. Dann gibt es neue Ampeln und neue Leitungen. (Thomas Siemon)

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