Ludwig-Mond-Straße: Dekra mit Messgerät am Blitzer

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Kassel. Mehrere Mitarbeiter der Prüforganisation Dekra Kassel haben Dienstag an der Ludwig-Mond-Straße verschiedene Geräte aufgebaut, um Vergleichsmessungen auf Höhe des abgeschalteten Blitzers vorzunehmen.

Das teilte Amtsgerichtssprecher Matthias Grund mit. Was genau der Sachverständige der Dekra technisch dort tat, konnte der Gerichtssprecher nicht sagen. Die Dekra-Mitarbeiter, die vor Ort waren, gaben ebenfalls keine Auskunft.

Gutachter als Experte vor Gericht

Zu sehen waren zwei Lichtschranken sowie ein Blitzkasten, der hinter der abgeschalteten Anlage postiert war. Der Gutachter werde als Experte in zwei Gerichtsverhandlungen um Bußgelder vor dem Amtsgericht aussagen, die im Zusammenhang mit dem Blitzer an der Ludwig-Mond-Straße stünden. Er selbst sei als Richter für eine der Verhandlungen zuständig. Wann das Gutachten verfügbar sei und der Hauptverhandlungstermin anberaumt werde, stehe noch nicht fest, sagte Grund.

Hintergrund des Gutachtens sind verschiedene Probleme rund um die tonnenförmigen Blitzgeräte: Im September vergangenen Jahres hatte eine Amtsrichterin in einem Einzelfall festgestellt, dass das an der Ludwig-Mond-Straße eingesetzte Gerät für den stationären Betrieb nicht zulässig ist. Normalerweise hätte ein Beamter der Polizei oder des Ordnungsamtes den Messvorgang beobachten müssen, wie die zuständige Richterin damals feststellte. Das zweite Problem war, dass auf den Blitzerfotos, die einen Tempoverstoß belegen sollen, nicht die ganze Straßenbreite zu erkennen ist. (mho)

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