Die meisten Verstöße

An der Bundesstraße 83 bei Kassel blitzt es am meisten

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Löste im ersten Halbjahr 2017 knapp 36 000 Mal aus: der stationäre Blitzer an der B 83 in Fahrtrichtung stadtauswärts. Auf der vierspurigen Bundesstraße gilt auf relativ kurzer Strecke die Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern (sonst 70 km/h).

Kassel. Viele sind hier zu schnell, einige sogar viel zu schnell: Die stationären Geschwindigkeitsmessanlagen an der Bundesstraße 83 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Waldau (A 49) und dem Platz der Deutschen Einheit.

Sie sind die Rekordhalter unter den sechs neuen Anlagen in Kassel.

Der gröbste Verstoß

Die Blitzer an der B 83 stellten im Stadtgebiet nicht nur die meisten Verstöße fest, sondern auch die erheblichste Übertretung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit: Mit 154 Sachen, also 104 km/h mehr als zulässig, wurde hier ein Autofahrer in Fahrtrichtung Kreisel geblitzt, berichtete Stadtsprecher Sascha Stiebing (siehe Hintergrund).

Die meisten Verstöße

Quantitativ ist die B 83 ebenfalls absolute Spitze. Offenbar halten viele die vierspurige Bundesstraße für eine Autobahn. Auf sie entfallen mehr als die Hälfte der im ersten Halbjahr an allen sechs Blitzern geahndeten Geschwindigkeitsverstöße. Von den insgesamt 93 024 Verstößen wurden 49.940 von den B 83-Blitzern dokumentiert. Die Nase vorn hat die Fahrtrichtung Fuldabrück/Autobahn mit 35.907 Fällen. Die Fahrtrichtung Kassel/Kreisel kam auf 14.033 Fälle.

Die Gefahrenstelle

Offenbar übersehen immer noch viele Auto- und Lastwagenfahrer, dass auf der B 83 in Höhe der einmündenden Lilienthalstraße (Ampelkreuzung) und der Bushaltestelle für wenige Meter in beiden Richtungen Tempo 50 gilt. Ansonsten sind auf der Bundesstraße 70 km/h erlaubt. Mit Verweis darauf, dass an dieser Gefahrenstelle knapp 60 Prozent der Fahrzeuge zu schnell seien, hatte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) vor der rund 500.000 Euro teuren Blitzer-Stationierung auf den Handlungsbedarf zur stärkeren Tempoüberwachung verwiesen. Die Blitzer-Statistik bestätigt diese Einschätzung.

Die Standortwahl

Die sechs Blitzer-Standorte scheinen gut gewählt. Mehr als 93.000 festgestellte Temposünder im ersten Halbjahr sind eine Menge. Zum Vergleich: Bei der Kasseler Blitzeraffäre 2012 waren an fünf Standorten Blitzer aufgestellt. Nach sieben Monaten Betrieb waren etwa 17 000 Autofahrer geblitzt worden. Laut Stadt liegt der allergrößte Teil der Verstöße im Verwarngeldbereich bei Geschwindigkeitsübertretungen von bis zu 20 km/h.

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