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An Kassels Grundschulen wird’s eng – Zahl der Schüler ist um 1000 gewachsen

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Von: Christina Hein

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Schulkinder
Schulkinder gehen in die Schule. © Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

In zehn Jahren ist Zahl der Grundschüler in Kassel um 1000 Kinder gewachsen. Deshalb entsteht zunehmend Platzmangel.

Kassel – „Es wird eng“ sagt Kassels neue Schuldezernentin Nicole Maisch im HNA-Interview mit Blick auf die Unterbringung von Schülerinnen und Schülern an Kasseler Schulen. Vom Platzmangel besonders betroffen sind die Grundschulen. Die Kurve auf der Skala, die die Zahl der Grundschulkinder in Kassel angibt, wächst seit zehn Jahren kontinuierlich an. Waren es im Schuljahr 2014/15 noch 6208 Kinder, so geht die Prognose für das Schuljahr 2024/25 bereits von insgesamt 7210 aus. Damit hat sich die Zahl der Grundschüler in zehn Jahren um 1000 Kinder erhöht. Zurzeit rechnet das Amt für Schule und Bildung mit 6825 Grundschülern.

Neben den steigenden Geburtenzahlen sind Zuzüge Gründe für den Zuwachs. Die werden verzeichnet durch: neu geschaffene Baugebiete sowie Nachverdichtung etwa im Brückenhof, sowie durch Migration, die aktuell in Kassel mit den Geflüchteten aus der Ukraine einen neuen Anstieg erfahre. Insgesamt besuchen rund 1300 ukrainische Kinder Schulen im Landkreis und in der Stadt Kassel. Auf Grundschulen sind es 200 in Kassel und 300 im Landkreis;

„Die Zahl der Grundschulkinder wächst nicht an allen Standorten gleich“, erläutert Nicole Maisch den aktuellen Bericht zur Schulentwicklungsplanung. „Besonders im Norden und im Süden der Stadt werden die Kapazitäten an den Grundschulstandorten zunehmend eng.“

Zuversichtlich blickt Maisch auf die vielen laufenden und anlaufenden Schulbauprojekte. Beispielsweise werden die mit der GWGpro zu realisierenden Schulneubauten für die Georg-August-Zinn-Schule in Oberzwehren und für die Hegelsbergschule in der Nordstadt (Campus Nord) jeweils auch um eine Grundschule erweitert. Zusätzlich zu den Neubauten werde zum „Auffangen von Bedarfsspitzen“ aktuell geprüft, an welchen Grundschulstandorten in den kommenden Jahren zusätzliche Räume zeitlich befristet „in Form von Holzmodulbauten aufgestellte werden müssen und können“.

Neben solchen schulbaulichen Maßnahmen müssten an einigen Standorten die Grundschulbezirksgrenzen verändert werden, „um die Schulplätze vorhalten zu können“.

Neben den Grundschulen wird es auch an den Gymnasien enger: Immer mehr Schülerinnen und Schüler zieht es auf Kasseler Gymnasien. Das Amt für Schule und Bildung geht von 4900 Gymnasiasten in Kassel aus. Fünf Jahre zuvor waren es noch 4580.

Während sich die Zahl der Schüler an Kassels Gymnasien und Grundschulen stetig nach oben entwickelt, sinkt die Gesamtschülerzahl. Waren es im Schuljahr 2013/14 noch 30 569 Schüler, so fiel die Zahl im zurückliegenden Schuljahr um knapp tausend auf 29 586. Die Entwicklung der Schülerzahl an Gesamtschulen: 4845 in 2013/14, heute sind es 4467. An beruflichen Schulen in Kassel sank die Schülerzahl laut Schulentwicklungsplan im gleichen Zeitraum von 13 724 auf 11 587.

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