Surfen in der Ladenstraße

Das andere Einkaufsnetz: Kasseler Einkaufszentren bieten WLAN

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Schnell die E-Mails lesen: Johanna nutzt den freien WLAN-Zugang im Einkaufszentrum Dez. Ohne Registrierung kann man dort jetzt bis zu zwei Stunden täglich im Internet surfen.

Kassel. Zugangsmöglichkeit zum Internet haben viele Kasseler und Kassel-Gäste in Form von Tablets oder Smartphones auch unterwegs oft dabei. So steigt auch das Bedürfnis, beim Einkaufsbummel, beim Café-Besuch oder im Hotel über ein freies WLAN-Netz, einen Hotspot, im Internet zu surfen.

Während in den USA Gratiszugänge in das weltweite Netz weit verbreitet und selbstverständlich sind, ist das Angebot in Kassel noch überschaubar. 37 Einträge von Cafés, Hotels und Gaststätten findet man in Kassel zum Beispiel unter www.hotspot-locations.de. Längst nicht alle sind aber aufgeführt, Fast-Food-Restaurants mit Gratis-Internetzugang beispielsweise fehlen.

Weil immer mehr Kunden auch von unterwegs die neuesten Nachrichten verfolgen, E-Mails lesen oder sich über soziale Netzwerke mit Freunden austauschen wollen, bietet auch das Einkaufszentrum Dez ab sofort einen freien WLAN-Zugang in der Ladenstraße an. Jeder Besucher könne dabei täglich bis zu zwei Stunden online gehen. Auch im City-Point soll diese Möglichkeit für die Besucher in der nächsten Woche für täglich vier Stunden geschaffen werden.Die Mieter der Kurfürstengalerie wünschen sich ebenfalls diesen Service für ihre Kunden. Das werde derzeit geprüft, heißt es seitens des Managements der Einkaufspassage. In der Königs-Galerie wird kostenfreies und schnelles Internet indes bereits seit einiger Zeit angeboten.

Der mobile Zugang zum Internet sei selbstverständlich geworden, sagt Birgit Kuchenreiter von Kassel Marketing. Hotelgäste beispielsweise setzten diesen Service heute voraus. Mitunter werde von Kassel-Besuchern auch eigens danach gefragt. Die Mehrzahl der Kasseler Hotels kommt diesem Wunsch offenbar entgegen. Und die Tourist Information in der Wilhelmsstraße bietet zwei kostenfreie Internetplätze an PCs an.

Auch viele Gaststätten laden ihre Gäste ein, über das hauseigene WLAN ins Netz zu gehen. In der Regel muss man sich dazu registrieren. Und in vielen Fällen ist die Zeit fürs Surfen begrenzt. So zum Beispiel im Alex an der Oberen Königsstraße, wo man täglich eine Stunde gratis über die Telekom surfen kann. „Viele Gäste, die reinkommen, wählen sich direkt ein“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Dirk Wehling. Vor zwei Jahren habe man diesen Service eingerichtet, „weil es zeitgemäß ist“.Andererseits hätten viele Smartphone-Nutzer heute Handyverträge, mit denen sie überall und oft ohne zusätzliche Kosten ins Internet reinkommen, sagt Birgit Kuchenreiter. Deshalb sähen beispielsweise viele Gaststätteninhaber keinen Anlass, kostenfreies WLAN anzubieten. Manch einer entscheidet sich vielleicht auch bewusst dagegen, um Entspannung und Kommunikation der Kunden zu fördern.

Von Martina Heise-Thonicke

Hintergrund

Vorsicht im freien Internet

In öffentlichen WLAN-Netzen sind nicht alle Nutzer vertrauenswürdig. Insbesondere Programme mit sensiblen Daten sollten daher besonders abgesichert oder besser gar nicht erst genutzt werden. Das betrifft vor allem E-Mail- und Online-Banking-Anwendungen. Bei installierten E-Mail-Programmen sollte in den Einstellungen verschlüsselte Kommunikation aktiviert sein. Wer Webmail-Programme zum Abruf der Nachrichten nutzt, sollte zur Anmeldung unbedingt die verschlüsselte https://- statt der üblichen http://-Seite ansteuern – ein Tipp, der übrigens für alle Anwendungen mit einem personalisierten Zugang gilt. Im Zweifel ist hier der Zugang über das Mobilfunknetz vorzuziehen. Wer lediglich etwas surfen möchte, kann das jedoch auch im offenen Hotspot tun. Auf PCs sollte das jeweilige Netz dabei als öffentliches Netzwerk ausgewählt sein: die Windows-Firewall blockiert dann automatisch bestimmte Dienste. Auch auf anderen Betriebssystemen hilft eine Firewall dabei, den Rechner abzusichern. (jna)

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