Andrang vor dem City-Point

Stadt Kassel sucht Räume für neues Impfzentrum

Lange Schlange am Dienstag: Wegen der hohen Nachfrage im City-Point sucht die Stadt Kassel nach neuen Räumen für ein weiteres Impfzentrum.
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Lange Schlange am Dienstag: Wer sich derzeit im City-Point impfen lassen will, muss mitunter eine Wartezeit von mindestens einer Stunde einkalkulieren.

Die Stadt Kassel sucht zusätzlich zu der Einrichtung im City-Point eine weitere Anlaufstelle in der City, um das Impfangebot auszuweiten. 

Kassel – Mit Sorge blickt die Stadt auf die stetig wachsenden Corona-Infektionen. Die neuen und verschärften Regeln für Ungeimpfte sieht Oberbürgermeister Christian Geselle daher positiv. Weitere Fragen und Antworten zur Corona-Lage:

Was hat das Land Hessen genau beschlossen?
Ein wesentlicher Punkt ist die ausgeweitete Testpflicht für Ungeimpfte. Gilt 3G, reicht demnach ein Antigen-Schnelltest nicht mehr aus. Wer nicht geimpft oder genesen ist, benötigt einen aktuellen PCR-Test. „Wer sich nicht impfen lässt, muss künftig je nach Lage mit starken Einschränkungen rechnen“, sagt Geselle. Geimpften Menschen dürfe die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht vorenthalten werden.
Haben die neuen Regeln schon Auswirkungen auf das Impfverhalten?
Zumindest herrschte an den vergangenen beiden Tagen großer Andrang vor dem Impfzentrum am City-Point. Nach Angaben der Stadt wurden dort am Montag insgesamt 400 Impfungen verabreicht. Darunter waren sowohl Erst- als auch Zweit- und Auffrischimpfungen. Zuletzt kamen durchschnittlich 300 Menschen pro Tag, um sich im City-Point impfen zu lassen. Der große Zuspruch sei auch darauf zurückzuführen, weil es mitunter schwierig ist, Termine fürs Boostern bei niedergelassenen Ärzten zu erhalten, erklärt Geselle. Tatsächlich fanden sich auch Impflinge, die sich in Folge der neuen Regeln immunisieren lassen wollten. Zum Beispiel Zahra Taimuri und Ahmed Khankhel. Die beiden sagten: „Jetzt wird es langsam zu teuer, wenn man nicht geimpft ist.“
Wie teuer ist eigentlich so ein PCR-Test?
Das kommt auf Ort und Geschwindigkeit an. Im Testcenter im City-Point bietet die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) PCR-Tests für 50 Euro an – dann liegt das Ergebnis nach 24 Stunden vor. Soll der Test bereits nach sechs Stunden analysiert sein, kostet er 130 Euro. Andere Anlaufstellen sind unter anderen das MVZ „Ärzte am Stern“, das Testcenter im Struthbachweg, verschiedene Apotheken, und nicht zuletzt übernehmen Haus- und Fachärzte die PCR-Testungen.
Zurück zu den Schlangen vor dem City-Point: Wie reagiert die Stadt auf die erhöhte Nachfrage?
Auf den Zulauf müsse reagiert werden, sagt Geselle, „sonst stoßen wir dort an die Kapazitätsgrenzen.“ Kurzfristig werde nach neuen Räumen für eine weitere zentrale Impfeinrichtung in der Innenstadt gesucht. Welcher Ort dafür infrage käme, dazu äußerte sich Geselle noch nicht. Zu den Booster-Impfungen in Alten- und Pflegeheimen aber schon. Dort seien die mobilen Teams gut vorangekommen.
Wie werden die Corona-Regeln kontrolliert?
Für die täglichen, regelmäßigen Kontrollen zur Einhaltung der Pandemie-Regeln ist das Ordnungsamt zuständig. Eingehende Beschwerden würden zu 100 Prozent zeitnah abgearbeitet, teilt ein Sprecher der Stadt mit: „Daneben werden stichprobenartige wie auch gewerberechtlich umfassendere Kontrollen durchgeführt.“ (Robin Lipke)

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