NSU-Morde: Hofgeismarer Andreas T. beteuert seine Unschuld

Wiesbaden/Kassel. Ein früherer hessischer Verfassungsschützer - Andreas T. - hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, in die Mordserie der Neonazi-Terrorzelle NSU und ein Attentat in Kassel verwickelt zu sein. Das sagte er dem NDR-Magazin "Panorama".

„Ich war tatsächlich, wie ich es immer wieder nur betonen kann: Zur falschen Zeit am falschen Ort“, sagte der Mann, der am Tag eines NSU-Mordes an einem Internet-Café-Besitzeram Tatort war. „Es gibt keine Verbindung von mir zu diesen Taten und auch keine Verbindung, die irgendetwas mit meiner Arbeit zu tun gehabt hätte“, sagte der Mann in einem Fernsehinterview mit dem NDR-Magazin „Panorama“ (die Sendung läuft am Donnerstag um 21.45 Uhr).

Lesen Sie auch:

- Mord an Halit Yozgat: Bouffier will Aufklärung nicht verhindert haben

 Ein Dossier zum Kasseler Fall der NSU-Morde finden Sie hier.

In Kassel war am 6. April 2006 der türkischstämmige Internetcafé- Betreiber Halit Yozgat erschossen worden - mutmaßlich von den Rechtsterroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Der damalige Verfassungsschützer hatte kurz vor oder sogar während der Tat in dem Internetcafé privat gesurft.

Aus dem Archiv: Eine Spurensuche nach Andreas T.

Nach Nazi-Mordserie: Hofgeismarer Verfassungsschützer im Fokus

Seine Anwesenheit am Tatort gilt als ein ungelöstes Rätsel in der Serie von neun Morden an Zuwanderern, die dem NSU zugeschrieben werden. Ermittler überprüften den Mann 2006 intensiv, zeitweise wurde er festgenommen. Es fanden sich aber keine Hinweise, dass er in die Tat verwickelt war. (dpa)

Aus dem Archiv: Nazi-Mordserie: Hofgeismarer im Fokus

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.