Ex-Verfassungsschützer beim Kasseler RP ausgebildet

Ex-Verfassungsschützer Andreas T.: Zugang zu sensiblen Daten

Kassel. Der frühere Hofgeismarer Verfassungsschützer Andreas T. hat durch seinen Job beim Regierungspräsidium Kassel Zugang zu höchst sensiblen Daten. Da er für die Beamtenversorgung zuständig ist, weiß er vieles über ehemalige Minister, Richter, Lehrer und Soldaten.

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Besorgte RP-Mitarbeiter berichten, dass Andreas T. über das SAP-Computerprogramm des Regierungspräsidiums etwa weiß, wo frühere Spitzenpolitiker wohnen, was sie an Pensionen bekommen und wann deren Kinder geboren sind. Warum, wird gefragt, hat ein suspendierter Verfassungsschützer, der beim Kasseler Mord an Halit Yozgat im Jahr 2006 vielleicht eine wichtige Rolle spielt, Zugang zu solchen Daten? Zudem wurde gestern bekannt, dass Andreas T. beim Kasseler Regierungspräsidium eine Beamtenausbildung absolviert hat. Wann das war, konnte man nicht sagen.

Zum Zugang zu sensiblen Daten heißt es beim RP, dass Andreas T. als Beamter, der einen Eid abgelegt hatte, von einer Landesbehörde, dem Verfassungsschutz, zu einer anderen, dem RP, versetzt worden sei. Das sei ein normaler Vorgang. Und zu sensiblen Daten hätten viele Beamte beim RP einen Zugang.

Nach unbestätigten Informationen soll Andreas T. 1993 beim Verfassungsschutz angefangen haben. 2007 kam er nach der Suspendierung zum RP. (tho)

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