Angebliches Mitglied der Erdogan-Partei AKP

Mord-Prozess Savasci: Ist der Angeklagte islamistisch geprägt?

Er ist angeklagt, seine Schwester ermordet zu haben: Der 51-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen. Zeichnung:  Reinckens

Kassel. Ist er weltoffen oder konservativ, gar islamistisch geprägt? Die politische Ausrichtung des Angeklagten war am Montag erneut Thema im Mord-Prozess Savsaci.

Der 51-jährige Mann aus Maintal ist angeklagt, seine Schwester Mehtap Savasci im Oktober vergangenen Jahres in Kassel entführt und anschließend getötet zu haben. Er soll mit dem westlich modernen Lebensstil seiner Schwester nicht einverstanden gewesen sein, haben mehrere Zeugen vor der sechsten Strafkammer ausgesagt.

Am Verhandlungstag vor dem Kasseler Landgericht in der vergangenen Woche hatten Freunde des Opfers, die in Hamburg leben, berichtet, dass der Angeklagte Anhänger der AKP sei, der türkischen Regierungspartei, die von Staatspräsident Erdogan geprägt ist. Die AKP ist aus einer islamistischen Partei hervorgegangen. Bei einem Zusammentreffen mit dem Angeklagten in der Wohnung seiner Schwester habe er einen entsprechenden AKP-Anstecker getragen.

Das will seine Pflichtverteidigerin, die Frankfurter Anwältin Gabriele Steck-Bromme, jetzt widerlegen und hat am Montag einen entsprechenden Beweisantrag gestellt. Der AKP-Generalsekretär aus Ankara soll Zeugnis darüber ablegen, dass der Angeklagte kein Mitglied seiner Partei ist. Ob der dafür aus der türkischen Hauptstadt nach Kassel reisen müsste, ist noch unklar.

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