Angelsportmesse Anspo lockte 8000 Besucher in die Messehallen

Angler unter sich: Der achtjährige Julian Preß, Angel-Landesmeister in seiner Altersklasse in Nordrhein-Westfalen, sein Vater Andreas Preß (links) und Torsten Bechlenberg ließen sich von Fachmann Armin Brunner die neueste Hightech-Angel zeigen. Foto:  Puchta

Kassel. Ruten, Rollen, Spulen und Köder: Bei der „Anspo-Meile“ in den Kasseler Messehallen drehte sich am Wochenende alles ums Angeln. Informationen, Vorführungen und Vorträge über das Hochsee-, Raubfisch- und Karpfenangeln, den Lachsfang und das Fliegenfischen lockten 8000 Besucher zur internationalen Angelmesse.

Seit 30 Jahren lädt der Bundesverband der Angelgerätehersteller (BVA) zur Fachmesse Anspo ein, die erstmals auch allen Freizeitanglern offen stand. 70 Aussteller stellten die neuesten Fanggeräte vor und gaben Tipps zu Wurf- und Ködertechniken. „Eine gute Angel ist eine Anschaffung fürs Leben“, sagte Armin Brunner vom Angelgerätehersteller Sportex aus Puchheim bei München. Bis zu 500 Euro koste eine Hightech-Angel aus modernster Nanotechnologie, die sich vor allem durch ihre Leichtigkeit auszeichnet, erklärte Brunner.

Neue Köder

Die Hobbyangler waren aus ganz Deutschland angereist. Die „Jagd nach dem einen besonderen Fisch“ reizt seit vielen Jahren auch den aufs Karpfenangeln spezialisierten Andreas Hammel aus Eschwege. Am Stand des englischen Futterherstellers Dynamite Baits informierte sich Hammel bei Fachmann Christian Graßhoff über die neueste Entwicklung in Sachen Ködern. Sogenannte „Boilis“, runde Pellets, die aussehen wie Hundesnacks und ähnlich muffig riechen, sollen die Fische anlocken. Manche Karpfen bevorzugen allerdings eher Fruchtaromen, erzählte Graßhoff und zeigte auf die roten, nach Erdbeeren duftenden Köder.

Hecht, Zander oder Barsch dagegen fallen eher auf Kunststoff-Köder rein, auf kleine, bewegliche Plastikfische, erfuhren Felix Schücke und Leon Spieker vom Raubfisch-Experten Henk Simonsz. Beim Raubfischangeln komme es darauf an, den Köder so geschickt durchs Wasser zu führen, dass er die natürlichen Bewegungen eines Fisches imitiert, erklärte Simonsz den beiden 13-Jährigen.

Die überwiegend männlichen Besucher machten deutlich, dass der Angelsport noch immer eine Männerdomäne ist. Mit ihrer Leidenschaft fürs Fliegenfischen sticht BVA-Mitarbeiterin Dr. Sabrina Preuss von der Messeleitung hervor: „Fliegenfischen ist die hohe Kunst des Angelns“, sagte die Hobbyanglerin, die am Fischen vor allem das Naturerlebnis schätzt.

Die meisten Angelvereine in Deutschland gehören zum Deutschen Anglerverband (DAV) und zum Verband der deutschen Sportfischer (VDSF), der auch der Dachverband der Hessischen Fischer ist. 526 Vereine sind im Verband der Hessischen Fischer, darunter die beiden Kasseler Traditionsvereine SV Chassala und der Kurhessische Anglerverein mit zusammen über 500 Mitgliedern.

Derzeit werde der Zusammenschluss der beiden Dachverbände DAV und VDSF vorbereitet, berichtete Sabrina Preuss. (ppu)

www.anspo-meile.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.