Angemerkt zu den Regiotramfahrern: Lernen ist gefährlich

Kassel. Wieder wird auf zwei Regiotram-Linien der Verkehr durch Busse ersetzt. Dazu ein Angemerkt von Frank Thonicke.

Die Regiotramfahrer sind schon arm dran. Erst sind sie wochenlang krank. Und wenn sie sich mühsam vom Krankenlager erhoben haben, um mehr oder weniger gesund wieder an ihren geliebten Arbeitsplatz zurückzukehren, wird ihnen der Weg ins Führerhaus der Tram verwehrt: Fortbildung steht an.

Man kennt es ja: In den Seminarräumen, in denen sie dann pauken müssen, ist es entweder zu warm oder zu kalt, auf alle Fälle zieht es wie Hechtsuppe. Oder, vom Lehrstoff erschöpft, gehen manche Tramfahrer vor die Tür, um eine Zigarette zu qualmen. Was ja sowieso ungesund ist, beim derzeitigen Wetter aber zusätzlich für einen deftigen Schnupfen sorgt. Insgesamt scheint es so schon jetzt festzustehen: Die wissbegierigen Tramfahrer wird es wieder ins Krankenbett hauen.

Tröstlich, dass die Kollegen hinterm Lenkrad nicht krank sind und offenbar schon alles wissen. Sie transportieren die Passagiere. Wünschen wir also den Kollegen von der Tram schon mal vorsorglich gute Besserung und freuen uns, dass die Busse fahren.

Kontakt zum Autor: tho@hna.de

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