Bisher vier Fälle von digitaler Erpressung in Stadt und Kreis Kassel

Firmen und Arztpraxen betroffen: Polizei warnt vor Email mit Bewerbungsschreiben

Kassel. Zu vier Angriffen mittels so genannter „Ransomware“ kam es in der vergangenen Woche auf Netzwerke von Firmen und Arztpraxen in Stadt und Landkreis Kassel. Nun warnt die Polizei.

In zwei Fällen öffneten Mitarbeiter eine angebliche Bewerbungsmail und starteten somit den Erpresservirus, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit. In einem anderen Fall nutzte die Schadsoftware einen Fernwartungszugang, um das Computersystem zu infizieren.

Ein größerer Schaden habe durch entsprechende Vorsorge der Unternehmen abgewendet werden können. Unter anderem hätten sie fortlaufende Sicherungskopien ihrer Daten erstellt. „Abgesehen von einem mehrstündigen Arbeitsaufwand blieb das Ausmaß des Schadens gering und die Betroffenen vor dem Totalverlust ihrer Daten bewahrt“, so der Sprecher. Zahlungen an die Erpresser habe keins der vier betroffenen Unternehmen geleistet.

Die Ermittler des für Internetkriminalität zuständigen Zentralkommissariats 50 raten zur Vorsicht beim Eingang von Bewerbungsmails oder Mails unbekannter Herkunft. Nach Möglichkeit sollten diese auf einem nicht mit dem Firmennetz verbundenen PC geöffnet werden. Die Software der PC-Systeme sollte aktuell gehalten und Datensicherungen regelmäßig vorgenommen werden. Tipps gibt die Polizei hier.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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