Modernisierung der Straßenbeleuchtung

Kasseler Anlieger zahlen mit für neue Laternen

Kassel. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Montagabend die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Kassel beschlossen. Dazu wird ab Jahresanfang 2014 ein Vertrag mit den Städtischen Werken über eine Laufzeit von 20 Jahren geschlossen.

Für insgesamt 28 Millionen Euro soll in diesem Zeitraum die Straßenbeleuchtung in der Stadt auf technisch modernen Stand gebracht werden. Die gewaltige Investition werden Stadt und die Netz und Service GmbH der Stadtwerke aber nicht allein stemmen. Annähernd die Hälfte müssen Hauseigentümer berappen. Denn die Erneuerung der Straßenbeleuchtung soll von Anliegern mitfinanziert werden.  

In der Stadt gibt es 20.000 Straßenlaternen. Die meisten davon stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren und sind erneuerungsbedürftig. Zudem stecken in den Laternen noch etwa 11.000 Quecksilberdampfleuchten. Diese Stromfresser werden bis 2015 ähnlich wie zuvor die Glühbirnen vom Markt verschwinden. Dann gibt es diese Lampen nicht mehr zu kaufen. Bis 2015 müssen also auf jeden Fall diese 11.000 Leuchten umgerüstet werden.

Viele Laternen werden vermutlich komplett erneuert und auf die stromsparende und wartungsarme LED-Technik umgestellt. Muss auch der Mast samt Lampenkopf erneuert werden, kostet eine solche moderne Laterne mit Montagekosten annähernd 4000 Euro. Die Stadtwerke werden bei der Laternen-Modernisierung Tempo machen. Denn der neue Servicevertrag für die Straßenbeleuchtung, den die Stadt jetzt mit der Netz und Service Sparte schließen wird, sieht konstante Zahlungen von rund fünf Millionen Euro jährlich für Erneuerung, Instandhaltung und Strom über die 20-jährige Laufzeit des Vertrags vor.

Je flotter die Stadtwerke auf die Energiespartechnik umsteigen, desto mehr Geld bleibt wegen des gesparten Stroms in der Kasse.

„Die Anlieger müssen die Investitionen mittragen“, hatte Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) Ende Oktober bei der Vorstellung der Laternen-Modernisierung angekündigt. Wie dies auch für Anliegerbeiträge zur Erneuerung von Straßen und Gehwegen gelte, müssten Anwohner auch die Hälfte der Kosten für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung übernehmen.

Die ersten Hauseigentümer wurden für neue Lampen schon zur Kasse gebeten. Beispiel aus Waldau: Grundstücksgröße 1500 Quadratmeter, zu zahlen: 2550 Euro.

Von Jörg Steinbach

Rubriklistenbild: © dpa

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