Entscheidung fällt Mittwoch

Kasselerin möchte die beste Sekretärin Deutschlands werden

Im Finale: Anna Richter gehört zu den Top 10, in Hamburg will sie den Titel „Beste Sekretärin Deutschlands 2014“ holen. Foto: privat/nh

Kassel. Mit Klischees räumt Anna Richter gründlich auf. Lange Briefe tippt sie höchst selten und Kaffeekochen gehört auch nicht zu ihren Kernaufgaben. Trotzdem ist Anna Richter auf dem Weg, „Deutschlands beste Sekretärin 2014“ zu werden.

Am 22. Oktober konkurriert die 27-Jährige in Hamburg bei dem gleichnamigen Wettbewerb mit neun Bürotalenten aus ganz Deutschland um den begehrten Titel. Neben Sachpreisen können sich die drei Erstplatzierten auf Preisgelder in Höhe von insgesamt 5000 Euro freuen.

Bis es so weit ist, warten in Hamburg einige Herausforderungen auf die Kasselerin. Die Jury wird neben der Stressresistenz und dem Organisationstalent auch die Allgemeinbildung der zehn Finalistinnen bewerten. Zum neunten Mal organisiert der Büroartikelhersteller Leitz den Contest, dessen Ziel es ist, das Ansehen dieses Berufsbildes zu steigern.

„Eine Freundin hat mir vom Wettbewerb erzählt und dann haben wir uns angemeldet“, berichtet die Finalistin. Weit geschafft hat es auch ihre Freundin, die mit ihr im Finale steht. „Die Freundschaft steht ganz klar über allem“, versichert Anna Richter, die eine Ausbildung zur „Kauffrau für Bürokommunikation“ absolviert hat. Mit 21 Jahren begann sie ihre knapp dreijährige Ausbildung bei der Steuerkanzlei und Wirtschaftsprüfung Prof. Dr. Ludewig und Sozien. Seitdem hält sie dort ihrem Chef den Rücken frei. Anspruchsvoll und vielseitig sind die Aufgaben. Anna Richter managt den Büroalltag und berechnet die Honorare der Berater. „Stundenlanges Briefetippen gehört heute nicht mehr dazu“, ergänzt sie mit Blick auf das Berufsklischee. Gewandelt hat sich nicht nur der Beruf, sondern auch dessen Bezeichnung. „Bürokauffrau“ oder „Kauffrau für Bürokommunikation“ nennen sich die Ausbildungswege, die auf diesen Beruf vorbereiten.

Seit 2012 studiert die zielstrebige Finalistin Wirtschaftspädagogik an der Universität Kassel. Für ihren Arbeitgeber ist sie deswegen nur noch nebenberuflich im Einsatz. Mit Sprache umzugehen und effizient zu organisieren, hat Richter während ihrer Ausbildung gelernt. „Das hilft mir beim Studium enorm“, stellt sie mit Blick auf ihren bisherigen Werdegang fest.

Anna Richter lässt sich keinerlei Nervosität anmerken. Sie freue sich auf das Finale und auf die gemeinsame Reise mit ihrer Freundin. Schon jetzt gehört die Kasselerin zu den zehn größten Bürotalenten Deutschlands.

Von Jesko Giessen

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