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Ansturm auf Kasseler Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Besuchten gestern zum ersten Mal den Weihnachtsmarkt in Kassel: (von links) Alyssa Discher und Lea Brammann aus Herborn sowie Dennis Dutenhöfner und Anika Haller aus Homberg/Ohm.
Besuchten gestern zum ersten Mal den Weihnachtsmarkt in Kassel: (von links) Alyssa Discher und Lea Brammann aus Herborn sowie Dennis Dutenhöfner und Anika Haller aus Homberg/Ohm. © Ulrike Pflüger-Scherb

Kassel Marketing und die Schausteller freuen sich über die vielen Besucher, die am Wochenende auf dem Kasseler Märchenweihnachtsmarkt waren.

Kassel – Ob es an seinem Geburtstag liegt? Am 6. Dezember, also am Nikolaustag, wird Liam Hobert aus Kassel, vier Jahre alt. Gestern spielte der Junge schon mal Weihnachtsmann auf dem Opernplatz. Er kletterte auf den Thron, der auf der neuen Märchenbühne steht, und gab den Menschen drumherum Anweisungen: „Ihr sollt Süßigkeiten essen, guckt Fernsehen und spielt“, sagte Liam in das Mikro.

Diese unterhaltsame Einlage passte zu der Stimmung auf dem Märchenweihnachtsmarkt. Andrea Behrens, die bei Kassel Marketing für den Markt zuständig ist, und Konrad Ruppert, Vorsitzender des Schaustellerverbands, sind vom ersten Wochenende jedenfalls begeistert. „So etwas habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt“, so Behrens über die Menschenmengen am Samstag in der Innenstadt. „Ich habe die Stadt seit 20 Jahren, in denen ich dabei bin, noch nie so voll gesehen. Das war ein Rekord, das war Wahnsinn“, sagt auch Konrad Ruppert.

Seine Frau Gabi Ruppert, mit der er gemeinsam einen Glühweinstand neben dem Modehaus „Sinn“ betreibt, ist auch von der Stimmung angetan. „Die Menschen wollen jetzt Corona hinter sich lassen. Sie sind froh, dass sie wieder Normalität haben und auf den Weihnachtsmarkt gehen können.“ An den vergangenen Weihnachtsmarkt mag Gabi Ruppert gar nicht mehr denken. Da mussten die Schausteller die Besucher kontrollieren, ob sie gegen Corona geimpft sind. Impfausweis und Personalausweis mussten vorgezeigt werden, bevor man einen Glühwein kaufen konnte.

Spielte Weihnachtsmann auf dem Opernplatz: „Ihr sollt Süßigkeiten essen“, sagte Liam (bald 4) ins Mikro.
Spielte Weihnachtsmann auf dem Opernplatz: „Ihr sollt Süßigkeiten essen“, sagte Liam (bald 4) ins Mikro. © Ulrike Pflüger-Scherb

Der Weihnachtsmarkt sei aber nicht nur so gut besucht, weil die Menschen die Pandemie endlich hinter sich lassen können, sagt Konrad Ruppert. Es seien auch die Attraktionen, die der Kasseler Markt biete. Der „Fliegende Weihnachtsmann“ ziehe unheimlich viele Menschen an, sagt Ruppert. Am Samstag habe er auch viele Kunden aus dem Frankfurter Raum und dem Rheinland gehabt.

Darüber hinaus sei er sehr froh, dass die Märchenrutsche seines Sohnes Sebastian Ruppert in diesem Jahr auch ohne Eis funktioniere. „Das hat super hingehauen“, sagt Ruppert. Auch Schausteller Holger Berger, der seit 25 Jahren Feuerzangenbowle auf dem Königsplatz verkauft, ist vom ersten Wochenende angetan. „Die Leute sind froh, wenn sie rauskommen.“ Der Kasseler Weihnachtsmarkt habe aber auch eine hohe Qualität und ein sehr schönes Ambiente, sagt Berger.

In Kassel sei es so, dass am Anfang die Umsätze eigentlich dünn seien und dann nach oben gehen. Von daher habe man bei diesem Start gute Aussichten, so Berger. Er habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Menschen mittlerweile lieber hochwertige Getränke konsumieren möchten. Keiner wolle mehr Fusel auf dem Markt trinken. Bei Berger kostet ein Viertelliter Feuerzangenbowle aus dem Kupferkessel sechs Euro. Vor Corona habe es genauso viel gekostet, sagt der Schausteller.

Über den Kasseler Weihnachtsmarkt habe sie viel Gutes gehört, so Lea Brammann aus Herborn, die gestern Nachmittag mit Alyssa Discher, Dennis Dutenhöfner und Anika Haller auf dem Königsplatz unterwegs war. Und der erste Eindruck bestätige das auch. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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