Anwalt will wegen Grönemeyer klagen: Veranstalter soll Geld zurückzahlen

Kassel / Göttingen. Dass Herbert Grönemeyer in der Kasseler Eissporthalle anstatt auf der Karlswiese auftreten soll, hat bei vielen Fans für Unmut gesorgt. Als der Veranstalter MM Konzerte dann noch ankündigte, dass eine Kartenrückgabe nicht möglich sei, löste das mächtig Ärger aus. Der Göttinger Rechtsanwalt Dr. Alexander Schneehain, gebürtiger Kasseler, will sich damit nicht abfinden.

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„So geht es nicht.“ In einem Fax hat er MM Konzerte aufgefordert, die Tickets zurückzunehmen. Lehnt der Veranstalter ab, will der Anwalt klagen. Bis zum 25. April gibt er MM Konzerte Zeit, das Geld zu erstatten. Schneehain beruft sich auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen von MM Konzerte.

Dort stehe, dass eine Kartenrückgabe „bei Absage oder Verlegung“ möglich sei. Damit werde nicht klar, was genau gemeint sei, findet Schneehain. „Mit der Formulierung ,Verschiebung’ in Verbindung mit der gemeinsamen Verwendung des Wortes ,Verlegung’ ist klar, dass einer der beiden Begriffe die zeitliche Verschiebung meint, während der Begriff Verlegung eine örtliche Verlegung erfasst.“ Zudem sei im Bürgerlichen Gesetzbuch, Paragraf 305c, Absatz 2, geregelt, dass „Zweifel bei der Auslegung allgemeiner Geschäftsbedingungen klar zulasten des Verwenders gehen“.

Unabhängig davon kritisiert Schneehain, dass das Konzert in der veralteten Eissporthalle stattfinden soll: „Die Akustik ist miserabel und rechtfertigt keinesfalls einen Kartenpreis in Höhe von 59,13 Euro pro Karte, zumal keine Differenzierung der Platz-Kategorien erfolgt.“ Keinesfalls wolle er die Käufer vor Gericht vertreten, sagt Schneehain. Aber auf der Facebook-Seite seiner Kanzlei werde er weitere Tipps dazu bereitstellen: www.facebook.com/VSMRechtsanwaelte. (clm)

Rubriklistenbild: © dpa

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