Kontaktaufnahme an Sprachproblemen gescheitert

Anwohner in Wilhelmshöhe klagen über Lärm von Flüchtlingen

Kassel. Einen runden Tisch mit Bewohnern des Flüchtlingsheims an der Druseltalstraße in Wilhelmshöhe haben Nachbarn und der Ortsbeirat angeregt. Susanne Siegwart und Gudrun Dobiaschowski, die in der Nachbarschaft wohnen, beklagten in der jüngsten Sitzung Musik, die sie rund um die Uhr „beschalle“.

An Nachtruhe sei nicht zu denken.

Die bisherigen Versuche zur Kontaktaufnahme seien gescheitert. An Sprachproblemen, aber auch daran, dass die Flüchtlinge offenbar keine Frauen akzeptierten. Sie sehen die Bewohner insgesamt nicht genügend betreut und begleitet. Und fordern, dass auch der Betreiber des Heims tätig wird.

Gleichzeitig erklärten die beiden Anwohnerinnen ihre Bereitschaft, den Menschen weiterhin entgegenzukommen, um das Miteinander zu verbessern. „Wir sind nicht gegen die Flüchtlinge“, stellten sie klar, „aber wir fühlen uns ignoriert und haben auch ein Recht auf unseren Lebensraum.“

Ein runder Tisch könne zur Problemlösung beitragen, waren sich Ortsbeirat und Anwohner einig. Außerdem planen die Anwohner gemeinsames Kochen mit den Flüchtlingen. Der Ortsbeirat will sich weiter für die Integration der Flüchtlinge einsetzen. Mirjam Hagebölling (parteilos) sagte zu, sie werde mit den Flüchtlingen persönlich das Gespräch suchen. (pom)

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