1000 Mittagessen pro Tag

Menüpläne am Kasseler Klinikum: Apfel-Symbol für die Fitmacher

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Frühstück vom laufenden Band: Hier stellen Mitarbeiterinnen der ökomed-Klinik-Küche Frühstückstabletts nach den individuellen Bestellungen der Patienten zusammen.

Kassel. Abwechslungsreiche und gesunde Kost sowie ein umfangreiches Speisenangebot sollten Patienten im größten nordhessischen Krankenhaus, dem Klinikum Kassel, täglich auf den Teller bekommen. Das ist erklärtes Ziel der Klinik-Küche.

Bei allein rund 1000 Mittagessen für die Klinikum-Patienten eine echte Herausforderung.

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Schon beim Frühstück gibt es 85 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Ohne elektronische Datenübertragung würde dieses Bestellsystem nicht funktionieren. Der Patient hat zwar meist die Qual der Wahl. Wer sich vollwertig ernähren und eine „Fitkost“ wählen möchte, kann sich aber einfach nach dem Apfel-Symbol auf dem Speisezettel richten. Diese sei fettarm, ballaststoffreich, enthalte viel Obst und Gemüse, wenig Salz und Zucker, zwei bis dreimal pro Woche ein vegetarisches Gericht und einmal wöchentlich Fisch.

Die Menüpläne seien in gemeinsamer Abstimmung von Küchenleitung, Diätküchenleitung, Ernährungsberatung und Ernährungsmedizinern entstanden, sagt Klinikum-Sprecherin Gisa Stämm. Grundlagen seien die Ernährungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie des Bundesverbandes deutscher Ernährungsmediziner. So erfülle man die jetzt als verbindlich geforderten Vorgaben des DGE-Qualitätsstandards bereits.

Die Patienten am Klinikum können jeden Tag ein vegetarisches Gericht auswählen und zu allen Hauptmahlzeiten eine Zwischenmahlzeit bestellen. Je nach Jahreszeit gebe es wechselnde Speisepläne.

Hähnchenbrustfilet mit Soße, Kartoffeln und gelben Möhren stehen zum Beispiel am Sonntag auf dem Speiseplan. In dieser Woche gab es aber auch Zigeunerschnitzel, Schweinswürstchen mit Kartoffelsalat, gedünstetes Fischfilet und Gyros mit Zaziki. Abends gibt es wöchentlich neue Abendbrotpläne mit täglich neun Wahlmöglichkeiten. Eine davon ist das Angebot einer Salatplatte. Der Patient kann nicht nur erkennen, wie viele Kalorien ein Gericht hat, dank eines Symbols sieht er auch auf einen Blick, ob die Speise Schweinefleisch enthält, was zum Beispiel für Muslime wichtig ist. Inklusive der Zwischenmahlzeiten werden täglich sechs Mahlzeiten angeboten.

Laktosearm oder glutenfrei

Besondere Speisepläne gibt es für Patienten mit Diabetes oder solche, die sich cholesterinarm, mit leichter Schonkost, laktosearm oder glutenfrei ernähren müssen. Ausnahmen gibt es auch für Dialyse-Patienten, für Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder mit Allergien. „Hier wird gegebenenfalls für jede Person einzeln gekocht“, sagt Martina Schwedes von der Servicegesellschaft ökomed, die für das Klinikum-Essen verantwortlich ist.

„Werden Patienten mit Mangelernährung eingeliefert, bekommen sie zum Beispiel eiweißreiche und hochkalorische Kost“, erläutert Stämm. (hei)

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