6000 Besucher bei Diakonie-Jahresfest - Behinderte und Nichtbehinderte feierten fröhlich zusammen

Applaus für waghalsige Aktionen

Kassel. Afrikanische Trommelwirbel, tanzende Derwische und türkische Saz-Musik: Vor allem das Musikprogramm löste bei behinderten wie nichtbehinderten Besuchern des Jahresfestes der Baunataler Diakonie Kassel an der Schillerstraße viel Freude aus. So machten am Samstag den Bands wie Saitenwind oder der Trommelgruppe Kenkeliba, den Zauberern und Theatergruppen wie „Chaosium“ ihre Auftritte sichtlich Vergnügen - weil das Publikum immer mitzog, tanzte und begeistert mitklatschte.

Viele Anwohner aus Rothenditmold, Mitte und der Nordstadt waren von Programm und Atmosphäre angetan. Denn zum ersten Mal hatte der kirchliche Verein, der früher abwechselnd in Baunatal und Hofgeismar sein Jahresfest beging, nach Kassel eingeladen.

„Abgeworfen, abgeworfen“, freuten sich die Kinder, wenn wieder einer beim Bullriding aus dem Sattel gekippt war. Für sie war die größte Attraktion die aufblasbare Riesenrutsche. „Berlin Hauptbahnhof. Der Zug verendet hier.“ So lauteten die letzten Sätze des Stücks der Diakonie-Theatergruppe. Die Laienschauspieler erhielten genauso viel Applaus wie der Baunataler Sänger Michael Holderbusch, der 2010 zu den Top-Kandidaten der RTL-Show „Das Supertalent“ gehörte. Der Kripobeamte Stephan Dithmar führte eine atemberaubende Show mit Nunchakus - das sind traditionelle japanische Bauernwaffen - auf. Diese seien in Deutschland eigentlich verboten, berichtet er. Aber für dieses Fest und den speziellen Gebrauch seien sie von der Polizei genehmigt worden.

Wie alle anderen Kulturschaffenden trat Dithmar auf, ohne eine Gage zu verlangen. „Es ist wichtig, sich der sozialen Verantwortung zu stellen.“

Von Beate Eder

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