Fans standen Schlange: So war der Verkaufsstart des neuen iPad von Apple

Kassel. Es ist schon zu einem Ritual geworden: Immer wenn der Computerkonzern Apple ein neues Produkt auf den Markt wirft, stehen die Fans der Technik-Marke schon vor Ladenöffnung Schlange. Am Freitag startete der Verkauf des neue iPad und wir waren beim Wettlauf dabei.

Es ist 8.45 Uhr und eine Traube von 25 Menschen steht vor dem Apple-Geschäft in der Friedrich-Ebert-Straße. Die Tür ist noch geschlossen, die besten Plätze sind dicht am Eingang. Alle wollen den neuen, flachen Tablet-Computer mit Apfelaufdruck als Erster in den Händen halten. Unter ihnen ist auch Mathias Krug aus Helsa, der 20 Minuten später als einer der ersten die Trophäe ergattern wird.

Einer der Ersten: Mathias Krug hielt das neue iPad um kurz nach 9 Uhr in seinen Händen. Zuvor hatte er vor dem verschlossenen Apple-Laden in der Friedrich-Ebert-Straße gewartet. Fotos: Ludwig

Vor dem Eingang warten auch einige Jugendliche samt Eltern. Die jungen Männer verstecken sich, als die Presse ein Foto machen will. Später erklärt eine der Mütter den Grund für das Versteckspiel: „Die Jungs schwänzen die Schule für das neue iPad. Das muss ihr Lehrer ja nicht morgen in der Zeitung sehen.“

Kaufte für ihren Sohn: Christiane Pfeiffer aus Melsungen.

Andere Familien hatten sich auf den Apple-Kampftag anders vorbereitet. Christiane Pfeiffer aus Melsungen ist aus Melsungen angereist, um für ihren berufstätigen Sohn den tragbaren Computer zu ergattern. „Er braucht dafür nicht extra einen Tag Urlaub zu verplempern.“ Warum ihr Sohn das iPad sofort braucht, kann sich Pfeiffer nicht so recht erklären: „Es ist scheinbar wichtig für die jungen Leute.“

Weitere Rentner stehen anstelle ihrer Kinder Schlange. Ein älterer Herr sagt: „Mein Sohn ist Elektronik-Fuchs.“ Gerne erledige er für ihn den Kauf. Dann kommt der Mann aber doch ins Stutzen: „Wenn ich ihn aber mal frage, ob er den Rasen mäht, dann heißt es: „Äh, nee, das ist schlecht.“

Punkt 9 Uhr öffnet ein Mitarbeiter des „Mac Supporter Teams“ die Tür. Alles strömt zur Kasse. Mathias Krug gehört zu den Schnellsten. „Ich bin Apple-Freak“, sagt der 27-Jähriger, der seit fünf Jahren alle Produkte des Herstellers sammelt: „Ich hatte mehrere iPhones, den iMac, das MacBook Pro und jetzt das iPad.“ Er habe sich an der Arbeit ein paar Stunden frei genommen, um an diesem Morgen seine Sammlung zu erweitern.

An diesem Tag gehen in dem Geschäft 400 iPads über den Tisch. Die erste Lieferung von 200 Exemplaren war nach zwei Stunden vergriffen.

Von Bastian Ludwig

Hintergrund: Neues iPad der dritten Generation

Das neue iPad der dritten Generation soll ein Display mit einer besseren Auflösung und eine bessere Kamera haben, verspricht der Hersteller. Der Bildschirm des Tablet-Computers soll über mehr Pixel als ein hochauflösender HD-Fernseher verfügen. Zudem ist das iPad mit einem 4G-Mobilfunkstandard ausgestattet. Die Preise für die dritte iPad-Generation variieren je nach Ausstattung: Sie beginnen bei 480 Euro und reichen bis 800 Euro. Ein Tablet-PC ist ein tragbarer Computer, der ohne Tastatur benutzt werden kann. Die Bedienung erfolgt per Eingabestift oder auch mit dem Finger direkt auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm. (bal)

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