Gesundheitsamt startet Zusammenarbeit mit mehreren Anbietern

Check-in-Apps sollen Kontaktverfolgungen in Kassel erleichtern

Check-in-App Luca
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Einlass via QR-Code: Wer eine App nutzt, kann am Eingang schneller einchecken.

Damit nicht nur der Einlass in Läden, beim Friseur- oder Fitnessstudiobesuch einfacher wird, sondern auch die Kontaktverfolgungen, arbeitet das Kasseler Gesundheitsamt nun mit Check-in-Apps zusammen.

Was ist der Vorteil von Check-in-Apps? Wer momentan in Kassel einkaufen, zum Friseur oder ins Fitnessstudio möchte, muss in den meisten Fällen einen Termin vereinbaren und seine Daten hinterlassen. Meist läuft dies über die Website des Ladens oder per Telefon. Um das Abgleichen der Kundendaten beim Betreten eines Geschäfts oder einer anderen Einrichtung zu vereinfachen, gibt es aber auch Apps wie „Luca“ und „e-guest“. Mit ihnen arbeitet das Kasseler Gesundheitsamt in Zukunft zusammen.

Was ist der Vorteil der Apps? Die Apps sollen die bisherigen handschriftlichen Bögen zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung etwa bei Friseurbesuchen und beim Einkaufen ablösen. Außerdem sollen durch sie ausgedachte oder unleserliche Kontaktadressen vermieden werden. Sobald es die Corona-Regelungen wieder zulassen, können die Check-in-Apps auch von Restaurants und Veranstaltern genutzt werden. Und auch Privatpersonen können sie dann für Feiern einsetzen: In den Apps kann jeder persönliche Kontaktlisten erstellen, auf die das Gesundheitsamt zur Nachverfolgung zugreifen kann.

Wie funktionieren die Apps? Die Apps muss man zunächst kostenlos im Appstore herunterladen. Anschließend müssen einmalig Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse eingeben werden. Dann können beispielsweise Fitnessstudios und Friseure einen von der Anwendung generierten QR-Code scannen, wenn der Kunde kommt. Die Daten der Kunden werden verschlüsselt auf dem eigenen Smartphone oder dem Betreiber-Server gespeichert. Im Fall einer Infektion unter den Kunden können die Daten dann dem Gesundheitsamt übermittelt und so auch Betroffene über die Risiko-Begegnung informiert werden.

Ist das mit Blick auf den Datenschutz sicher? Das Kasseler Gesundheitsamt arbeitet laut eigener Aussage nur mit Anwendungen zusammen, bei denen eine entsprechende Verschlüsselung gegeben ist. Eine Übersicht über die vom Gesundheitsamt genutzten und empfohlenen Apps soll es in Kürze online auf kassel.de/kontaktverfolgung geben. So sollen sich auch noch geschlossene Bereiche frühzeitig auf eine digitale Nachverfolgung vorbereiten können.

Hinweis: Sobald sich Firmen beim Gesundheitsamt melden können, wenn sie eine Check-in-App nutzen wollen, vermelden wir es in der Zeitung und an dieser Stelle. (Marie Klement)

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