Quoten in Stadt, Landkreis und Region seit 2005 stark gesunken

Arbeitslosigkeit in der Region seit 2005 halbiert

Kassel. Der Arbeitsmarkt in Stadt und Landkreis Kassel hat sich seit 2005 sensationell entwickelt. Die Quoten gingen seither im Jahresschnitt kontinuierlich von 19,2 auf aktuell 10,1 beziehungsweise von 9,7 auf 5,2 Prozent zurück und haben sich somit nahezu halbiert.

Die aktualisierte Statistik hat jetzt das nordhessische Regionalmanagement vorgelegt. Kleiner Wermutstropfen: 2012 lag die Stadt-Quote mit 9,9 Prozent leicht unter der aktuellen. Im Landkreis war die Arbeitslosigkeit sogar zwei Jahre in Folge geringer, nämlich 2012 und 2011, als sie unter fünf Prozent sank.

In Nordhessen – dazu zählen neben Stadt und Landkreis Kassel auch die Kreise Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner – sank die Quote im selben Zeitraum von 11,8 auf 6,3 Prozent. Damit liegt die Region unter dem Bundesmittel von 6,9, aber auch über dem Hessen-Schnitt von 5,8 Prozent.

Dass sich der Arbeitsmarkt in Nordhessen aber deutlich dynamischer als der in Hessen und auch auf Bundesebene entwickelt hat, zeigen folgende Zahlen: Bundesweit sank die Quote von 2005 bis heute um 4,8, landesweit um 3,9 und in der Region um 5,5 Prozentpunkte.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Im Logistik-Bereich sind in den zurückliegenden Jahren insgesamt 7000 neue Jobs entstanden, und in der Erneuerbaren-Energien-Branche gab es eine ähnliche Entwicklung. Aber auch in der Auto- sowie in der Metall- und Elektroindustrie wurden zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen.

Regionalmanager Holger Schach geht davon aus, dass sich die insgesamt positive Entwicklung in Nordhessen auch weiterhin fortsetzen wird. Der Umkreis sei auf dem Weg zu „einer der attraktivsten europäischen Ideen- und Innovationsregionen“.

Mit seiner Einschätzung steht Schach nicht allein. Die ökonomischen Zeichen stehen derzeit bundes- und auch weltweit auf Wachstum. Davon dürfte Nordhessen mit seiner starken industriellen und exportorientierten Wirtschaftsstruktur in besonderer Weise profitieren.

Von José Pinto

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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