Niedrigste März-Quote seit 1997

Arbeitsmarkt in Stadt und Kreis Kassel so gut wie lange nicht

Kassel. Der Arbeitsmarkt in Stadt und Kreis Kassel präsentiert sich so robust wie seit Jahrzehnten nicht. Derweil haben Betriebe immer mehr Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden.

Die Erwerbslosenquote sank vergangenen Monat auf 8,8 beziehungsweise 4,4 Prozent und damit auf den niedrigsten März-Stand seit Beginn der aktuellen Berechnungsmethodik vor 20 Jahren. Vor einem Jahr lagen die Quoten noch bei neun und 4,6 Prozent.

Diese positive Entwicklung ist umso bemerkenswerter, als die saisonübliche Frühjahrsbelebung traditionell erst nach Ostern einsetzt. Allerdings ist Ostern in diesem Jahr vergleichsweise spät.

Mit den Quoten sanken auch die absoluten Zahlen. In der Stadt Kassel waren im März 9140 arbeitsfähige Menschen ohne Arbeit – 425 weniger als im Februar. Im Kreis waren es 5532 – 418 weniger als im Monat zuvor.

Auch im Agenturbezirk, zu dem neben Stadt und Kreis Kassel auch der Werra-Meißner-Kreis gehört, sinkt die Arbeitslosigkeit auf breiter Front. Binnen Jahresfrist ging die Zahl der Erwerbslosen um 1032 auf 17 757 zurück. Die Quote verringerte sich um 0,4 Punkte auf aktuell 6,3 Prozent – ebenfalls ein März-Bestwert.

Agenturchef Detlef Hesse warnt trotz aller positiven Vorzeichen vor zu großen Erwartungen an das Gesamtjahr. Es bleibe abzuwarten, wie sich der Brexit und andere globale Risiken auf den deutschen und regionalen Arbeitsmarkt auswirkten. 

Rubriklistenbild: © dpa

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