Stadt erhielt Nachlass des im Mai verstorbenen Juristen und Kulturförderers Hans Mangold

Archive teilen sich besonderen Schatz

Sichten Nachlass von Hans Mangold: Unser Foto zeigt (von links) Karin Stengel, Dr. Klaus Zehner (Sparkassenversicherung), Dr. Verena Metze-Mangold, Bertram Hilgen, Dr. Cornelia Dörr und Dr. Alexandra Lutz. Im Vordergrund eine Fotocollage von und mit documenta-Gründer Arnold Bode. Foto: Herzog

Kassel. In den Besitz eines Schatzes von besonderem lokal- und kulturhistorischen Wert ist jetzt die Stadt Kassel gekommen. Dr. Verena Metze-Mangold hat am Wochenende den überwiegend schriftlichen Nachlass ihres Vaters Hans Mangold an Oberbürgermeister Bertram Hilgen übergeben.

Der wiederum war davon angetan, dass er mit dem Inhalt von elf großen Umzugskartons die Leiterinnen der städtischen Einrichtungen Stadtarchiv, Dr. Alexandra Lutz, Stadtmuseum, Dr. Cornelia Dörr, und documenta-Archiv, Karin Stengel, glücklich machen konnte. Hilgen: „Dies sind die Einrichtungen, die sich je nach fachlichem Schwerpunkt den Nachlass untereinander aufteilen.“

Der Jurist, langjährige Leiter der Brandversicherungsanstalt und bedeutende Motor der Kasseler Kunstszene, insbesondere der documenta, Hans Mangold, war im Mai im Alter von 95 Jahren in Kassel gestorben. „Er zählte zu den führenden Personen des Kasseler Kulturlebens und galt als profilierter Mahner und Förderer der Museumspolitik des Landes“, heißt es im städtischen Pressedienst.

Entsprechend seiner „Leidenschaft für die Kunst“, so Metze-Mangold, befinden sich in seinem Nachlass nicht nur umfassende Korrespondenzen, Manuskripte, Reden und Redeentwürfe, Gedichte und Notizhefte zu verschiedenen kulturellen Projekten und Initiativen, sondern auch viele Kunstwerke und andere Unikate. Beispielsweise die humoristische Fotocollage aus den 70er-Jahren, die Arnold Bode für seinen Freund und Mitstreiter Mangold angefertigt hatte. Sie zeigt einen Keule schwingenden Bode vor dem Herkules mit der Beschriftung: Haut den Lukas. Hintergrund sind Bodes vergeblichen Bemühungen, im Oktogon documenta-Kunst auszustellen. Auch Bode-Zeichnungen und Zeugnisse von anderen documenta-Leitern sind im Nachlass enthalten.

Inhalt auch im Internet

Der besondere Dank von Verena Metze-Mangold aber auch von den Vertretern der Stadt galt der Sparkassenversicherung, die das Geld für die Erschließung des Bestands zur Verfügung stellt. Dieses „Paket mit Inhalt“ werde deshalb schon bald der Öffentlichkeit und auch im Internet zur Verfügung stehen, sagte Stadtarchiv-Leiterin Lutz.

Von Christina Hein

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