Auf Areal der Landesfeuerwehrschule: GWH baut in Wehlheiden

Neues Wohngebiet: In Nachbarschaft des Fröbelseminars, wo derzeit auch noch gebaut wird, will die GWH ab Frühjahr 2012 Reihenhäuser und Eigentumswohnungen errichten. Foto:  Herzog

Wehlheiden. Auf dem Gelände der ehemaligen Landesfeuerwehrschule an der Sternbergstraße in Wehlheiden soll neuer Wohnraum in Form von Eigentumswohnungen und Reihenhäusern entstehen.

Bereits vor drei Jahren hatte der damalige Stadtbaurat Norbert Witte angekündigt, dass auf dem Areal neben dem Fröbel-Seminar gebaut werden soll. Doch das erste Ausschreibungsverfahren war seinerzeit unbefriedigend verlaufen, wie Carl Flore, Leiter des städtischen Planungsamtes, jetzt den Mitgliedern des Ortsbeirats Wehlheiden erklärte. Es gab deshalb eine neue Ausschreibung für das Gelände, das dem Land Hessen gehörte. Und in diesem Gebotsverfahren hat die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Hessen (GWH) für die rund 16 000 Quadratmeter Fläche Bauland kürzlich den Zuschlag bekommen, wie Christian Wedler, Leiter des GWH-Immobilienhandels, bestätigt. Mit dem Bau würde die GWH gern im Frühjahr 2012 beginnen. Der Bebauungsplan müsse aber noch alle Gremien durchlaufen.

Dem Ortsbeirat wurden die Planungen als Erstes vorgestellt. Flore erklärte, dass zunächst eine „umfangreiche Bodensanierung“ auf dem Areal erforderlich ist. Löschwasser und Chemikalien seien hier früher bei Übungen in den Boden gelangt. Zudem müsste eine Teerschicht mit Schadstoffen entsorgt werden. Die Kosten dafür übernehme die GWH. Das sei in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten worden, sagt Flore. Ebenso, dass die GWH als Bauherr für den Kanal- und Straßenbau zuständig sei. Die Stadt Kassel komme nur für die Planungskosten des neuen Baugebiets auf.

Laut Flore sollen auf dem Areal etwa 30 Reihenhäuser und 30 Eigentumswohnungen in Stadtvillen in zweigeschössiger Bauweise in ringförmiger Anordnung entstehen. Wedler verspricht einen „Produktmix“. Es sollen günstige und höherwertige Reihenhäuser, aber auch familienübergreifende Mehrgenerationenhäuser gebaut werden. Alle Objekte will die GWH später verkaufen.

Laut Flore sind 16 öffentliche Parkplätze auf dem Areal vorgesehen. Das führte zu Bedenken im Ortsbeirat, weil schon jetzt der Parkraum in Nachbarschaft des Fröbelseminars sehr knapp sei. Flore entgegnete, dass private Stellplätze auf den Grundstücken und bei den Stadtvillen unterirdische Parkfläche eingeplant seien. Zudem sei es auch möglich, dass Fahrzeuge am Rand der neuen 6,50 Meter breiten Straßen parken könnten.

Die stellvertretende Ortsvorsteherin Dr. Marianne Hornung-Grove (Grüne) wollte wissen, ob öffentliche Spielplätze und Begegnungsstätten in dem Wohngebiet vorgesehen sind. Flore verneinte das. Er regte allerdings an, dass der Ortsbeirat diese Wünsche an die GWH herantragen könne.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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