Journalist aus Paris schwärmt in französischer Zeitschrift über die Heimat der Brüder Grimm

Artikel in französischem Magazin: "Die Pariserin" liebt Kassel

Anziehend: In der französischen Zeitschrift „La Parisienne“ (Die Pariserin) wird die Löwenburg als „märchenhafte Kulisse“ bezeichnet.

Kassel. Von der Deutschen Märchenstraße, die von Hanau nach Bremen führt, ist der französische Journalist Eric Delon geradezu verzaubert. 

Besonders hat es ihm auf der 600 Kilometer langen Pressereise die Stadt Kassel angetan, ein Ort, den Delon als Rückzugsort der Brüder Grimm bezeichnet.

„Rotkäppchen, Dornröschen, Aschenputtel, Hänsel und Gretel – die Märchen der Brüder Grimm sind in mehr als 170 Sprachen übersetzt worden und haben Generationen von Kindern auf der ganzen Welt eingelullt – und tun es noch immer.“ So beginnt der Journalist seine Reportage im französischen Hochglanz-Frauenmagazin „La Parisienne“. Neben Artikeln über Laufsteg-Stars wie Bella Hadid, über die Eröffnung einer neuen Dior-Boutique und einer Homestory „Weihnachten bei Cindy Crawford“ ist eine Hymne an die Grimms und Kassel zu lesen. Die Überschrift lautet: Reise ins Königreich der Brüder Grimm.

Ausführlich lässt sich Delon über das „prächtige Museum“ aus, das den Grimms gewidmet ist. Es liege am Rand eines großartigen Landschaftsparks und sei mit seinem Terrassen-Dach ein kleines Juwel („petit bijoux“). Besonders gefällt ihm der Kontrast des Märchenthemas zu Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Ai Weiwei.

Als Gaststätten und Restaurants in Kassel empfiehlt Delon den „Gutshof“, das „Eberts“ und „Lohmanns“. In letzterem Lokal haben ihm die alten Fotos an den Wänden gefallen, die von der „bewegten Geschichte der Stadt und ihrer Einwohner“ erzählten.

Am Ende des kundigen Artikels erwähnt der Journalist das Fridericianum als Wirkungsstätte Jacobs und Wilhelms, die hier ab 1814 als Bibliothekar und Sekretär des Königs von Westphalen, Jérôme Bonaparte, tätig waren. Mit einem eleganten Schlenker weist Delon auf die Gegenwart hin und auf die „größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst“, im Fridericianum, die documenta. Die nächste Ausgabe der documenta, „la prochaine édition“, finde im Sommer 2017 statt. Da bleibt uns nur – an die „Pariserin“ gerichtet – zu sagen: Herzlich willkommen, Bienvenue à Kassel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.