Anklage wegen Beleidigungen?

Auch Mehmet Göker droht nun U-Haft

Kassel. Noch vor wenigen Monaten hatte Mehmet Göker, gegen den nun ein Haftbefehl vorliegt, großspurig angekündigt, am 1. November wieder nach Kassel zu ziehen und hier die MEG neu zu gründen.

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Von derlei Absichten ist auf Gökers Facebook-Seite aktuell nichts zu lesen, und seine Beleidigungen gegenüber der Justiz und insbesondere der Kasseler Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit der Verhaftung des Ex-Generalbevollmächtigten Vincent Ho wurden zwischenzeitlich gelöscht. Am Freitagnachmittag erschienen neue.

Wie die HNA erfuhr, gibt es in der Staatsanwaltschaft Überlegungen, ob man wegen der Beleidigungen rechtliche Schritte gegen Mehmet Göker einleitet. Göker hatte auf seiner Facebook-Seite unter anderem den ermittelnden Staatsanwalt Eckhard Töppel als Verbrecher bezeichnet. Allerdings scheint ein weiteres Verfahren wegen Beleidigung angesichts der anderen Vorwürfe gegen den 33-Jährigen eher eine Nebensache zu sein.

Man will Mehmet Göker verhaften, um ihn vor allem wegen des Verdachts der Beiseiteschaffung von Geschäftsunterlagen und einer möglichen Insolvenzverschleppung zu belangen. Deswegen nun der Haftbefehl. Das bedeutet, dass Göker - sollte er deutschen Boden betreten - in Untersuchungshaft käme. Zurzeit soll er sich in der Türkei aufhalten.

Es ist unwahrscheinlich, dass ihn die Türkei ausliefern würde - ein Auslieferungsabkommen mit Deutschland existiert jedenfalls nicht. Unklar ist, ob es sich um einen internationalen Haftbefehl handelt. Dann blieben Göker nicht mehr viele Länder, in denen er sich aufhalten könnte. Alle EU-Länder würden ihn ausliefern. Aus der JVA Wehlheiden ist zu hören, dass Vincent Ho mit seiner Situation als Untersuchungshäftling nur schwer zurechtkomme.

Von Frank Thonicke

Rubriklistenbild: © HNA

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