Auch die Retter sind bereit fürs HNA-Open-Air auf der Karlswiese

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Im Einsatz: Kreisbereitschaftsleiter Jochen Rühle und an die 30 weitere ehrenamtliche Helfer des DRK sind beim Open Air in der Karlsaue vor Ort.

Kassel. Die Wetteraussichten sind bestens, die Vorfreude auf das HNA-Open-Air in der Karlsaue steigt. Die Organisatoren haben sich alle Mühe gegeben, damit das Wunschkonzert des Kasseler Staatsorchesters am Samstag zu einem ungetrübten Erlebnis wird.

Ordnungsamt, Rettungsdienst, Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), Feuerwehr, Polizei, Straßenverkehrsbehörde sowie das Staatsorchester und die HNA als Veranstalter sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

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Schließlich sollen die Besucher einen unbeschwerten Abend genießen. Von Jahr zu Jahr sind es immer mehr, die sich dieses außergewöhnliche Erlebnis nicht entgehen lassen wollen. Im vergangenen Sommer waren 25.000 Menschen zu dem festlich-fröhlichen Ereignis mit Picknick-Atmosphäre vor die Orangerie gekommen. Eine Herausforderung für den Rettungsdienst.

Um bei einem Notfall schnell reagieren zu können, wird auf der Karlswiese erstmals eine fünf Meter breite Rettungsgasse vom Fußweg bis zum Technikturm frei gehalten (siehe Grafik). Vor und nach dem Konzert sowie in der Pause wird die Gasse an einigen Stellen geöffnet, sodass sie durchquert werden kann.

„Wir mussten reagieren“, sagt Günter Gropengießer vom Kasseler Ordnungsamt mit Blick auf die wachsende Beliebtheit der Veranstaltung. Damit die Rettungsfahrzeuge im Notfall freie Fahrt haben, wird auch die Du-Ry-Straße ab 16 Uhr für den Verkehr gesperrt. Ausnahmen gelten lediglich für Behinderte.

„Duisburg hat alle ein bisschen aufgeschreckt“, sagt Gropengießer. „Aber man darf den Blick auf die eigene Veranstaltung nicht verlieren.“ Anders als bei der Love-Parade sei das Gelände offen, Feuerwehr und Rettungsdienst könnten ungehindert fahren.

30 Ehrenamtliche

Der Kreisverband Kassel-Wolfhagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wird mit 30 Ehrenamtlichen, zehn Sanitätern, drei Rettungswagen samt Besatzung, einem Notarzt und der Einsatzleitung vor Ort sein.

Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung müsse man mit allem rechnen, sagt DRK-Geschäftsführer Holger Gerhold-Toepsch: Dass einer stürzt oder das Herz Probleme macht. „Bei 15.000 Menschen und mehr ist klar, dass irgendeiner Hilfe benötigt.“

Das DRK-Team ist gut vorbereitet. Selbst darauf, etwas unsicheren Menschen in der Dunkelheit mit Leuchten den Weg zu weisen. Vom Pflaster bis zum Defibrillator hält es viele Hilfsmittel bereit. Kinder, die in der Menge verloren gehen, werden in der Sanitätsstation betreut, die wieder neben dem Marmorbad errichtet wird. Außerdem informieren die Helfer die Polizei, bei der die Suchanfragen zumeist als erstes eingehen. Einzelne Sanitäter sind auch zu Fuß unterwegs, um in der Menge schnell helfen zu können.

Größere Zwischenfälle hat es in der Vergangenheit nicht gegeben. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Besucher ganz gut vorbereitet sind“, sagt Kreisbereitschaftsleiter Jochen Rühle, der für den Einsatz zuständig ist.

Die größte Herausforderung sei, „so zu planen, dass einen die Überraschung nicht überrascht“. Der schönste Lohn für die Helfer ist aber, wenn nichts passiert.

Von Ellen Schwaab

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