Das Brüder-Grimm-Festival lädt zum Märchenmusical „Lost - Hänsel und Gretel“ ein

Brüder-Grimm-Festival lädt zum Märchenmusical „Lost - Hänsel und Gretel“ ein

Bringen das neue Märchenmusical nach Hänsel und Gretel auf die Bühne (von links): Roland Oumard, Katja Brauneis, Loreen Fajgel, Julia Wagner, Benjamin Beckmann, Denise Vilöhr, Christoph Steinau, Michael Fajgel, Peter Zypries, Eva Balkenhol. Foto:  Herzog

Kassel. Ausgestattet mit Sonnenbrille und einem Käppi auf dem Kopf, tänzelt Katja Brauneis über die Bühnenbretter. Eine Probebühne, wie man sie schöner nicht erträumen kann.

Am Rande der Blumeninsel Siebenbergen gelegen, mit einem Panoramablick über den Aue-See und seinem klassizistischen Tempelchen auf der Schwaneninsel. Die Sonne brennt vom blauen Himmel. Pfaue schreien und bilden eine ungewöhnliche Geräuschkulisse. Der Rahmen ist - mit einem Wort: märchenhaft.

Auch in diesem Sommer wird es hier bereits zum vierten Mal auf einer schwimmenden Bühne Märchenmusical-Aufführungen geben. Das Brüder-Grimm-Festival Kassel lädt in gewohnter Manier frei nach einem Märchen der Brüder Grimm zu „Lost - Hänsel und Gretel“ in der Regie von Michael Fajgel ein. Das Technische Hilfswerk hat die schwimmende Plattform für die Bühne gebaut.

„Herzlich willkommen auf der Insel, im Reich der Fantasie“, singt Katja Brauneis. Die schwarzen Schnürstiefel an ihren Füßen geben einen Hinweis darauf, dass sich ihre Figur der Rummelplatz-Chefin „Madame B.“ aus der Märchenhexe entwickelt hat.

Nachdem das Ensemble einen Monat lang in den Räumen des Theaters im Centrum (tic) tanzen und singen geübt hat, fand gestern die erste Probe unter freiem Himmel statt. Brauneis springt von der Bühne und ist ganz außer Atem. „Man freut sich immer auf diesen Moment“, sagt sie und lacht: „... und hasst ihn gleichzeitig. Weil die Dimensionen auf der großen Freilichtbühne so anders sind. Was vorher drei Schritte waren, sind jetzt sechs.“ Da müsse sie wohl noch etwas an ihrer Kondition arbeiten.

Die Stimmung ist gut und entspannt an diesem Sommermorgen. Es wird gescherzt, alles läuft wie am Schnürchen. Die Gesangstexte zur Musik von Roland Oumard sitzen, ebenso die Tanzschritte. Choreografin Loreen Fajgel muss nur wenig korrigieren. „Pass auf, dass du nicht so weit nach vorne kommst“, ruft sie Gretel (Denise Vilöhr) zu, die in ihren rosafarbenen Turnschuhen am Bühnenrand herumhüpft.

Auch Peter Zypries vom Vereinsvorstand ist bestens gelaunt. Die Bühne mit dem Rummelplatz-Ambiente steht. In mehreren Hundert Arbeitsstunden war sie Stück für Stück per Menschenkraft auf die Insel gebracht worden, erzählt er. Die Insel mit einem Lastwagen zu befahren, sei verboten.

Steil steigt die Zuschauerempore mit den 450 blauen Stühlen an. Jeder Besucher soll hier demnächst einen ungestörten Blick auf die Seekulisse und das Bühnengeschehen haben. 8000 Karten sind bereits verkauft. Zypries: „Wir sind zuversichtlich, dass der heutige Siebenschläfer-Tag mit seinem Sonnenschein hält, was er verspricht.“

Von Christina Hein

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