Die Stadt muss viel Geld für den Betrieb zuschießen - Eintrittspreise stehen noch nicht fest

Auebad kostet pro Jahr 3,8 Mio.

Soll im Frühjahr in Betrieb gehen: Das neue Auebad an der Fulda ist Hallenbad (links im Bild) mit 50-Meter-Sportbecken und Freibad in einem. Zum Angebot gehört auch eine Saunalandschaft (rechts), die noch in Arbeit ist. Foto: Prall

kassel. Endspurt beim Auebad an der Fulda: Mit Beginn der Freibadsaison 2013 soll das kombinierte Hallen- und Freibad an den Start gehen. Was der Spaß am Auedamm kosten wird, ist noch offen. Das gilt für die Eintrittspreise, aber auch für die Baukosten.

Sicher ist: Die Stadt kostet das neue Kombi-Bad pro Jahr einschließlich des Kapitaldienstes in Höhe von 1,7 Millionen Euro (Tilgung und Zinsen) mindestens 3,85 Mio. Euro. Für den Betrieb muss sie somit 2,15 Mio. Euro jährlich aufwenden. Dies sei zu einem wesentlichen Teil dem Schul- und Vereinssport geschuldet, den die Stadt finanziert, sagt Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD). Zum Vergleich: Für die Freibäder Wilhelmshöhe und Harleshausen liegen die Betriebskosten momentan zusammen bei 700 000 Euro.

Was Besucher an Eintritt zahlen müssen, wird laut Barthel erst Ende des Jahres oder im ersten Quartal 2013 feststehen. Die Tarife würden sozialverträglich gestaltet. Das Marketingkonzept, das die Preisgestaltung einschließt, sei in Arbeit. Dies gelte auch für das Betriebskonzept, in dem Personaleinsatz, Abläufe und Öffnungszeiten geregelt werden.

Das Auebad soll an sieben Tagen von 10 bis 22 Uhr geöffnet sein, für Schulen wahrscheinlich früher. Bei entsprechender Resonanz werde man vielleicht auch Spätöffnungstage anbieten, sagt der Bäderdezernent. Sicher ist nach seinen Angaben aber, dass höhere Eintrittspreise als im sanierten Hallenbad Oberzwehren erhoben werden. „Das ist auch ein besseres Angebot“, sagt Barthel. „Freizeitbecken, 50-Meter-Becken, Rutsche, das wird teurer.“ Er halte es nicht für angemessen, beide Bäder gleich zu behandeln. In Oberzwehren zahlen Erwachsene 3,50 Euro, Kinder zwei Euro. Ob auch eine Karte nur für das Freibad gelöst werden kann, ist offen. Das Freibad werde erfahrungsgemäß vor allem von Familien genutzt, sagt Barthel. Die große Rutsche, eine der Attraktionen des neuen Auebads, ist aber nur übers Hallenbad zu erreichen. Eventuell werde es im Sommer einen gemeinsamen Tarif geben. Wer den Sauna-Bereich nutzen will, muss laut Barthel aber „deutlich mehr“ zahlen.

Die Kosten für das neue Auebad, ursprünglich mit 24 Mio. Euro angesetzt, lagen zuletzt bei 31 Mio. Euro. Ob diese Summe gehalten werden kann, ist fraglich. Barthel spricht von deutlichen Preissteigerungen im Baugewerbe. Diese hätten zum Teil zwar über Einsparungen in den Vormonaten abgefedert werden können, doch sei nicht absehbar, „wo wir am Schluss landen“.

Von Ellen Schwaab

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