Auebad: Rohbau-Arbeiten sollen nächste Wochen beginnen

Kassel. Die Bagger haben ihre Schuldigkeit getan. Die riesige Baugrube für das neue Auebad ist ausgehoben und mit sogenannten Spundwänden aus zehn Meter hohen Stahlelementen gesichert. Nun können die Rohbauarbeiten beginnen.

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Anfang 2013 sollen die ersten Badegäste in dem kombinierten Hallen- und Freibad am Auedamm ihre Bahnen ziehen. Bis es so weit ist, wird eine Webcam den Baufortschritt auf dem Gelände an der Fulda festhalten. Die Kamera wurde vor wenigen Tagen von einer Immenhäuser Spezialfirma am Geländer des denkmalgeschützten Sprungturms installiert. Die Bilder werden demnächst auf der Internetseite der Städtischen Werke zu sehen sein, die das 30 Millionen Euro teure Auebad bauen. „Vielleicht schon in den nächsten Tagen“, sagt Christian Reiser von der Firma IQ. Der genaue Starttermin müsse noch mit den Städtischen Werken abgestimmt werden.

Grundwasserkontrolle: Wolfgang Evers lässt abgepumptes Grundwasser in die Fulda beziehungsweise ins Sprungbecken ab. Dort sorgt es dafür, dass das Becken nicht nach oben gedrückt wird.

Auf der Baustelle ist zurzeit sowieso nicht viel zu sehen. Die Fachleute müssen nämlich abwarten, bis Klarheit über den Baugrund und die Kräfte in der Tiefe herrscht. Dazu wurden drei verschiedene Bohrpfähle neun Meter tief in die Erde gesetzt, um die Zugkräfte zu messen. In den nächsten Tagen sollen die Ergebnisse vorliegen. Wenn sie ausgewertet sind, werden 600 Bohrpfähle zur Verankerung des Bauwerks in die Erde gesetzt und die Entwässerungsleitungen verlegt. Dann kann die Sohle betoniert werden. Spätestens Ende Juni soll das Fundament fertig sein. Die Rohbauarbeiten sind bereits an eine Firma aus Bad Kissingen vergeben.

Archiv: So groß waren die Schäden im alten Auebad

So groß sind die Schäden im Kasseler Auebad

Das Grundwasser muss ebenfalls ständig überwacht und abgepumpt werden. „Die Wasserstände werden jeden Tag abgelesen“, sagt Wolfgang Evers von der Bau- und Verkehrsconsulting KVC, der für die örtliche Bauüberwachung zuständig ist. Fünf Pumpen sind auf dem Gelände verteilt. Vor ein paar Tagen haben sie 30 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt. Das Wasser wird in die Fulda und ins alte Sprungbecken geleitet. Das muss immer gut gefüllt sein, damit es vom Grundwasser nicht nach oben gedrückt wird. Die Erkenntnisse über das Grundwasseraufkommen sind auch für die anstehenden Bauarbeiten hilfreich.

Von Ellen Schwaab

Rubriklistenbild: © Fischer

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