Mehrheit der Stadtverordneten für Bebauungsplan

Auebad öffnet nicht vor Juni - Umkleiden in Wilhelmshöhe einsturzgefährdet

Kassel. Mitte Juni könnte das Auebad wieder öffnen. Das sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke. Bis dahin sei es vermutlich zu schaffen, die starken Winterschäden zu reparieren.

Bin ich in einem deutschen Schwimmbad oder einer Schulturnhalle in Moldawien? Einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten, wenn man in den Wärmehallen des Auebades steht. Das Freibad ist in einem so desolaten Zustand, es könnte sich auch in einem Entwicklungsland befinden.

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Seit Dienstagabend arbeiten Angestellte der Städtischen Werke mit Hochdruck daran, das Bad herzurichten. Schnellstmöglich soll es wieder geöffnet werden. Der strenge Winter hat dem eh schon baufälligen Bad noch mehr zugesetzt. „Wir brauchen mindestens vier bis sechs Wochen“, sagt Jens Herbst, Fachbereichsleiter Bäderbetriebe der Werke.

Wie schwer die Schäden wirklich sind, lässt sich nicht abschätzen. Aus den Becken ist das Wasser noch nicht abgelassen worden. Erst wenn sie leer sind, werden die Schäden offensichtlich. Doch oberhalb der Wasseroberfläche sind an mehreren Stellen Kacheln abgeplatzt.

Umziehen in Containern

Nicht viel besser sieht es in den Umkleidekabinen im Freibad Wilhelmshöhe aus, weite Teile drohen einzustürzen. Herbst hat sie sperren müssen. Ebenso wie im Auebad sollen sich Badegäste auch dort in Containern umziehen.

Eigentlich sollte das Auebad bis zum Bau des neuen Kombibades an gleicher Stelle geschlossen bleiben. Doch die Stadtverordneten entschieden anders. Gegen die Stimmen der FDP sowie die Empfehlung von Bäderdezernent Dr. Jürgen Barthel (SPD) beschloss eine Mehrheit, dass das Bad wieder geöffnet werden soll.

So groß sind die Schäden im Kasseler Auebad

So kaputt ist das Kasseler Auebad
So kaputt ist das Kasseler Auebad © HNA/Schachtschneider
So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
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So kaputt ist das Kasseler Auebad
So kaputt ist das Kasseler Auebad © HNA/Schachtschneider
So kaputt ist das Kasseler Auebad
So kaputt ist das Kasseler Auebad © HNA/Schachtschneider

Hintergrund für den Sinneswandel bei den Stadtverordneten ist die angekündigte Klage des BUND gegen den Bau des neuen Kombibads am Auedamm. Ganz unabhängig vom Ausgang könnte sich ein solches Verfahren über Jahre hinziehen und damit auch die Fertigstellung verzögern.

Angesichts anderer Projekte der Stadt sei es geboten, dieses Geld in die Hand zu nehmen, forderte Bernd Häfner von den Freien Wählern. Er rechnete vor, dass die Wiedereröffnung sieben Cent pro Einwohner koste. „Das stimmet nit“, entgegnete Wolfgang Rudolph (SPD).

Umstritten blieb der Bebauungsplan für das neue Kombibad, für den SPD, CDU und Grüne stimmten. FDP und Linke wiederholten ihre Kritik und stimmten dagegen. In diesen Zeiten sei eine derart hohe Investition nicht zu verantworten, sagte FDP-Fraktionschef Frank Oberbrunner. Noch dazu sei die Standortentscheidung falsch. Gerade auch wegen der schlechten Verkehrsanbindung müsse weiter nach Alternativen gesucht werden, forderte Linken-Fraktionschef Norbert Domes.

Von Claas Michaelis

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