Ortsbeirat Süd fordert Verkehrskonzept für die Dauer der Documenta 13 – Kaputte Wege in der Karlsaue

Auedamm: Angst vor Blechlawine während der documenta

Noch viel zu tun: In der Karlsaue gibt es teilweise beschädigte Wege (Bild). Auf manchen Pfaden laden spitze Basaltsteine nicht gerade zum Spazierengehen ein. Foto: Dilling

Südstadt. Nur noch gut vier Monate sind es bis zum Start der Documenta 13. Bis dahin bleibt am Auedamm noch viel zu tun, um die Kunstausstellung, die ihre Exponate auch in der Karlsaue präsentiert, für die Besucher zu einem angenehmen Erlebnis zu machen.

Diese Auffassung vertrat zumindest der Ortsbeirat der Südstadt während seiner jüngsten Sitzung. Dabei ging es um marode Wege in der Aue und um die zu erwartende Blechlawine.

Trampelpfade

Eine Bürgerin hat sich bei der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) und beim Ortsbeirat über den Zustand der Parkwege beschwert. Ortsbeiratsmitglied Ulrike Brunnengräber (Grüne) schloss sich der Kritik an. Es gebe einige Trampelpfade, weil auf den Wegen teilweise spitze Basaltschottersteine herausragten, die das Laufen zur Qual machten und Spaziergänger zum Ausweichen zwängen. Michael Boßdorf, Abteilungsleiter für Gärten und Gartenarchitekturen bei der MHK kündigte an, man werde so viele Wege wie möglich bis zur Documenta mit Kalkschotter und feinem Material sanieren. Das sei bei einer Wegelänge von 35 Kilometern in der Karlsaue aber auch eine Personal- und Kostenfrage.

Boßdorf macht sich auch über den zu erwartenden Verkehr während der Documenta Gedanken, vor allem ob das geplante Nebeneinander von Kunstausstellung und Zissel am Auedamm funktioniert. „Da sehe ich gewisse Probleme“, sagte Boßdorf. Während der Auf- und Abbauphase des Zissel werde die Parksituation nicht einfach sein.

Ruf nach Konzept

Der Ortsbeirat teilt die Bedenken. Er will die Stadt auffordern, in seiner nächsten Sitzung ein Verkehrskonzept für die Dauer der documenta vorzustellen. Für das Gremium könnte das auch der Anknüpfungspunkt sein, um seine alten Pläne für eine Verkehrsberuhigung des Auedamms wieder ins Spiel zu bringen. Es sei sinnvoll den Auedamm in Höhe des Schwimmbads mit versenkbaren Pollern für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Laut Ortsvorsteher Harald Doenst (SPD) will der Ortsbeirat auch bei seinen weiteren Planungswünschen wie einer nächtlichen Verkehrsberuhigung auf der Frankfurter Straße und der Gestaltung des Weinbergs nachfassen. (pdi)

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