120 Autostellplätze im Zentrum betroffen

An der Markthalle Kassel gelten jetzt hauseigene Parktickets

Marstall Kassel Freifläche an der Tränkepforte - Parken auf dem Gelände der Markthalle Kassel jetzt mit eigenen Parkscheinautomaten der Betreiber kostenpflichtig.
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Neue Regeln: Auch an der Außenfläche zur Tränkepforte weisen Schilder deutlich darauf hin.

Wer auf den Außenflächen des Marstallgebäudes parkt, muss künftig an speziellen Automaten bezahlen. Die hauseigenen Parktickets sind günstiger als jene der Stadt Kassel.

Kassel – Für rund 120 Autostellplätze rund um die Kasseler Markthalle gelten künftig andere, günstigere Parktarife: Auf den Außenflächen an der Tränkepforte, an der Freiheit und am Graben sowie in der Tiefgarage des Marstallgebäudes ist nicht mehr die Stadt Kassel fürs Knöllchenverteilen zuständig. Die neuen privaten Betreiber der Markthalle und des gesamten Grundstücks haben am Donnerstag eigene Parkautomaten samt Hinweisschildern aufstellen lassen.

Demnach kostet die Stunde Parkzeit an der Markthalle 1,50 Euro. Zum Vergleich: Auf den städtischen Flächen ringsum sind je Stunde zwei Euro fällig. Die Gebührenpflicht auf dem Marstallgelände besteht montags bis samstags von 7 bis 18 Uhr, mit einer Höchstparkdauer von vier Stunden. Auf den Flächen der Stadt im Zentrum kann man maximal drei Stunden parken, bezahlt werden muss bis 20 Uhr.

Im Unterschied zu den städtischen Parkautomaten kann man an den blauen Geräten rund um die Markthalle neben Münzen auch mit einer Bank-Girocard bezahlen. Allerdings müssen die Geräte im Lauf der nächsten Tage erst mal technisch eingerichtet werden, erläuterte Antonio Merz vom neuen Markthallen-Management. Das hat für Kunden und andere Parkplatznutzer zur Folge, dass sie für eine Übergangszeit ihr Auto kostenfrei an der Markthalle abstellen können.

Zum 14. Mai soll die neue Gebührenregelung scharfgeschaltet werden, heißt es auf Hinweis-Aufklebern an den Geräten. Deren Geldeinwurfschlitze sind entsprechend noch blockiert. Die Betreibergesellschaft des Marstalls hat die Automaten laut Merz geleast, um sich angesichts des für die nächsten Jahre geplanten großen Umbaus nicht langfristig zu binden.

Das Parken an der Markthalle funktioniert nun neuerdings auf Basis des Hausrechts, so wie es auch diverse Supermarktbetreiber handhaben: Wer auf das Gelände fährt und dort parkt, unterwirft sich den Vertragsbedingungen, die auf den Schildern ausgehängt sind.

Wer keinen Parkschein löst, die Zeit überzieht oder sonstwie gegen die Parkregeln verstößt, wird in der Regel mit 30 Euro zur Kasse gebeten. Eine Hamburger Firma, die auf solche Parkdienstleistungen spezialisiert ist, kontrolliert auf dem Grundstück mit eigenem Personal und macht Zahlungsforderungen im Auftrag der Eigentümer auf dem privaten Rechtsweg geltend.

Wichtig zu wissen für Nutzer der Parkflächen am Marstall: Das allgemein in Kassel mögliche Zahlen der Parkgebühr per App gilt auf dem Gelände nicht mehr. Zwar sind in der App „PayByPhone“ diese Standorte momentan noch auszuwählen. Doch was man auf diesem Weg womöglich bezahlt, ist für die neuen Regelungen an der Markthalle unerheblich. (Axel Schwarz)

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