Aufklärungskampagne mit Dyckmans im Citypoint: Statisten unter den Besuchern

Aufklärung über Alkohol: Stadträtin Anne Janz (Grüne) und Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) in der Bildmitte im City Point mit Tourmitarbeitern und Statisten. Foto: Koch

Kassel. Zum Start der bundesweiten Aufklärungskampagne über Alkohol im Kasseler City Point hatte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch Statisten aufgeboten. 20 vom Kasseler Staatstheater vermittelte Komparsen aller Altersstufen wurden für den Kampagnenauftakt engagiert.

Den Verdacht, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die Kasseler FDP-Bundestagsabgeordnete Mechthild Dyckmans, ließen sich jetzt auch noch auf Kosten der Steuerzahler für ihre Arbeit bejubeln, kann Dr. Marita Völker-Albert entkräften. Die Pressesprecherin der Bundeszentrale erklärt den Einsatz der bezahlten Statisten mit den Dreharbeiten für einen Werbefilm zur Informationstour gegen den Alkoholmißbrauch.

Mit diesem Werbefilm will die Bundeszentrale weitere Einkaufszentren in großen Städten zum Mitmachen bewegen. „Wir müssen weitere Standorte für die Infotour gewinnen und das ist ein schwieriges Geschäft“, sagt die Sprecherin. Denn die meisten der Einkaufsgalerien, die ihren Kunden heute neben Einkaufsläden auch vielfältige Events und Informationen bieten, seien weitgehend ausgebucht. Deshalb müsse man die Center-Manager mit professionellem Werbematerial überzeugen, ihre Häuser für die Aufklärung über Alkohol zur Verfügung zu stellen.

Weitere Infos gibt es unter www.kenn-dein-limit.de

Ein Film und auch Fotos der Schau zum Thema Alkoholmissbrauch seien aber eine heikle Angelegenheit, wenn dort zufällig vorbeikommende Kunden gezeigt würden, die dann schnell in Verdacht geraten könnten, ein Alkoholproblem zu haben. Das wiederum könnte Forderungen der Betroffenen nach finanziellen Entschädigungen auslösen. Zuvor Einverständniserklärungen von den im Film gezeigten Personen unterschreiben zu lassen, sei in der Einkaufssituation ebenfalls nicht möglich.

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe man deshalb mit Hilfe der Staatstheater-Statisterie 20 Komparsen verpflichtet, die jeweils 20 Euro pro Stunde erhalten hätten und dafür auch ihr Einverständnis zum Filmdreh im Zusammenhang mit dem Thema Alkohol erklären mussten. Die Kosten dafür lagen nach Angaben von Marita Völker-Albert bei insgesamt 3000 Euro.

Die Aufklärungskampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ ist am Samstag von 12 bis 20 Uhr im City Point am Königsplatz zu sehen, bevor die Schau nach Leipzig, Hamburg und Potsdam weiterzieht. Statisten werden nun nicht mehr dabei sein, aber fünf Tourbegleiter, die durch die Infoschau geleiten und Fragen beantworten können.

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