Zwei Routen führen zum Rathaus

Kasseler Friedensforum lädt zum Ostermarsch am 1. April ein

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Gedenken am Mahnmal für die Opfer des Faschismus: Dort macht der Friedenszug aus dem Kasseler Westen bei jedem Ostermarsch Station.

Kassel. Keine Panzer aus Kassel nach Saudi-Arabien, keine Killerdrohnen und Truppen raus aus Afghanistan. Das sind drei Forderungen, mit denen das Kasseler Forum für Frieden zum diesjährigen Ostermarsch aufruft.

Die Demonstration gegen Krieg und Gewalt findet am Ostermontag, 1. April, statt. Über 30 Organisationen und Initiativen unterstützen einen entsprechenden Aufruf mit dem Titel „Eine Welt ohne Krieg ist möglich“.

Treffpunkt für die Route 1 ist um 10.45 Uhr am Bebelplatz, um 11.30 Uhr ist ein Zwischenstopp am Mahnmal für die Opfer des Faschismus geplant.

Die Route 2 startet um 11 Uhr am Schlachthof, Mombachstraße, gegen 11.20 Uhr ist ein Zwischenhalt beim Mahnmal „Die Rampe“ vorgesehen. Beide Demonstrationszüge treffen sich um 12 Uhr vor dem Rathaus, wo die Abschlusskundgebung mit Ulrike Jakob, der stellvertretenden Betriebsratchefin von VW in Baunatal und Vertreterin von IG Metall, stattfindet.

Die Themen und Probleme, mit denen sich die Ostermarschbewegung auseinandersetzen müsse, seien zahlreich, sagt Peter Strutynski (Friedensforum). Erst vergangene Woche habe das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri bestätigt, dass Deutschland weiterhin hinter den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur weltweit ist. „Rüstungsgüter gehen von hier in etwa 80 Staaten der Erde, darunter viele Entwicklungsländer“, sagt Strutynski. Der Kasseler Ostermarsch fordert demgegenüber eine Kehrtwende der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Die Friedensbewegung, so heißt es im Aufruf, „verweigert sich dem Zwangsdenken von Kriegspropaganda, Kriegsdrohungen und Kriegen“. Sie halte fest an der Vision von einer Welt ohne Atomwaffen, von einem entmilitarisierten Europa der Völkerverständigung, von einer Bundesrepublik, von deren Boden kein Krieg, sondern nur noch Frieden ausgehe.

Sollten viele Menschen an dem Ostermarsch in Kassel teilnehmen, werde die Königsstraße für die Bahnen gesperrt, teilt die Kasseler Verkehrsgesellschaft mit. Die KVG informiert dann ihre Fahrgäste über ihre elektronischen Anzeigetafeln, Haltestellendurchsagen und Twitter. Die Twittermeldungen werden unter www.kvg.de in der Rubrik „Verkehr und mehr“ veröffentlicht. (use)

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