Harald Wellnitz hat die ehemalige Hecker-Schule aufgemöbelt - Jetzt sagt er adieu

Der Aufschwung kam mit Arnold Bode

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Er hatte die Umbenennung gemeistert: Kurz bevor sich Schulleiter Harald Wellnitz verabschiedete, waren alle bürokratischen Hürden überwunden und seit kurzem ziert endlich auch der Schriftzug mit dem Namen den Eingang der Arnold-Bode-Schule.  

Kaum ein Schulleiter hat in nur fünf Jahren für so viel grundlegende und positive Veränderungen gesorgt wie er: Harald Wellnitz hat die Leitung der beruflichen – damals noch – Walter-Hecker-Schule „in einer schwierigen Situation“, wie er es nennt, übernommen. Heute betritt man an der Schillerstraße 16 eine frische, engagierte und vor Kreativität sprühende Schulgemeinde an, die ihrem neuen Namen Arnold-Bode-Schule alle Ehre macht.

Die Namensänderung vor drei Jahren war zwar nur ein äußerlicher Akt, dafür aber weitreichend.

Die Assoziation für eine berufliche Schule für Handwerk, Technik und Gestaltung mit dem documenta-Vater, der aus einer Zimmermannsfamilie stammte, lag auf der Hand. „Der Name passt perfekt zu uns und unseren Schwerpunkten Bau- und Gestaltungsbereich“, findet Wellnitz. Der Wunsch nach der Namensänderung war einst im Kollegium aufgekommen und über Jahre – auch von früheren Schulleitern – vereielt worden. Wellnitz lobte einen Schülerwettbewerb für das neue Schullogo aus und heraus kam der großartige Schriftzug in Kleinschreibung mit dem schlichten roten Viereck. Rot ist zufällig auch die Lieblingsfarbe des Schulleiters. Über seinem Schreibtisch hängt eine in kräftigen Farben, vor allem rot gehaltene Darstellung eines Adlers, die Leihgabe der Lehrerin und Künstlerin Claudia Blume.

Es ist nicht zu übersehen: Harald Wellnitz (64) ist beliebt im Kollegium und die Trauer über seinen Abschied groß. Wellnitz, geboren in Bad Hersfeld, aufgewachsen in Kassel, hatte Nachrichtentechnik in Dieburg studiert. An der Gesamthochschule Kassel absolvierte er ein Aufbaustudium als Berufsschullehrer. Bevor er an die Hecker-Schule kam, war er an der Beruflichen Schule des Werra-Meißner-Kreises in Witzenhausen tätig.

In Kassel hatte er die Ärmel hochgekrempelt und die Schule, die jetzt selbstständige Berufsschule ist, zu einer modernen Bildungseinrichtung umgebaut. Größter Verdienst des pragmatischen, freundlichen Quereinsteigers ist es aber, Ruhe und Harmonie verbreitet zu haben. Sein Kollegium hat er um 40 neue Lehrer aufgestockt, die Schülerzahl ist in fünf Jahren von 1200 auf 1400 gestiegen.

Jetzt freut sich der Vater von vier Kindern und frischgebackene Großvater auf Radwandertouren mit der Ehefrau und Zeit zum Segeln.

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