Millioneninvestitionen im Werk Kassel

Auftragsbücher voll: Rheinmetall wächst und schafft 200 neue Stellen

Kassel. Der Rheinmetall-Konzern rüstet in Kassel personell auf. In diesem Jahr sind bereits 50 neue Stellen entstanden. Bis zu 150 weitere sollen folgen.

Das teilte die Personalleiterin des Heerestechnik-Herstellers im Werk Mittelfeld, Martina Frohnapfel, im HNA-Gespräch mit. Die Zahl der Mitarbeiter werde somit bis Jahresende auf gut 1000 steigen.

Gleichzeitig investiert der Technologiekonzern kräftig in seinen Standort. Für mehr als vier Millionen Euro werden zwei Hallen modernisiert, Produktionsabläufe optimiert und neue Projekte vorbereitet, berichtete Werkleiter Rudolf Meidinger.

Grund für Investitionen und personellen Zuwachs ist die gute Auftragslage. Rheinmetall baut in Kassel Radpanzer, modernisiert und setzt sie instand. Auch Kettenfahrzeuge und Spezialfahrzeuge werden in Kassel repariert und auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem liefern die Nordhessen Komponenten für den Schützenpanzer Puma, der in Unterlüß im Kreis Celle gebaut wird, sowie für MAN-Militär-Lkw, die in Wien vom Band rollen. Die Militärsparte des Lkw-Bauers wird zu 51 von Rheinmetall und zu 49 Prozent von der VW-Tochter MAN gehalten.

Wichtigste aktuelle Neubau-Aufträge von Rheinmetall sind 37 Boxer-Radpanzern und 175 Schützenpanzern des Typs Puma für die Bundeswehr sowie von bis zu 2271 MAN-Lkw für Australien. Außerdem hat Litauen 88 Boxer geordert, von denen die Kasseler ab dem kommenden Jahr 35 Stück bauen.

Die personelle Aufstockung steht auch im Zusammenhang mit einem Großauftrag der Australier, die 225 Radpanzern ordern wollen. Rheinmetall und Projektpartner Krauss-Maffei Wegmann (KMW) stehen im Wettbewerb mit dem britisch-finnischen Konsortium BAE Systems/Patria, rechnen sich aber gute Chancen auf einen Zuschlag aus. Großbritannien plant den Kauf von 500 Radpanzern. Auch dort mischen Rheinmetall und KMW kräftig mit. 

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