An Fronleichnam gibt es auf der Königsstraße prächtige Oldtimer zu bestaunen

Auftrieb der Autoveteranen

Königsstraße wird zur Oldtimer-Meile: Am Donnerstag, 19. Juni, werden dort wie im Vorjahr (unser Bild) etwa 65 Autoveteranen Aufstellung nehmen, um zu einer historischen Rallye auf den Spuren Rudolf Caracciolas in Richtung Dresden zu starten. Archivfotos:  Fischer/ dpa

Kassel. Rudolf Caracciola war der erfolgreichste Autorennfahrer der Vorkriegszeit. Zur Erinnerung an Caracciola, der vor 55 Jahren in Kassel gestorben ist, starten hier am Donnerstag, 19. Juni, über 65 historische Autoklassiker zu einer dreitägigen Rallye, die von Kassel nach Dresden und wieder zurück in die Nordhessenmetropole führt.

Die Fahrergemeinschaft „Scuderia Rudolf Caracciola“ als Veranstalterin erwartet dazu Teilnehmerteams aus ganz Europa, darunter auch einige aus Nordhessen, die mit vorwiegend seltenen und wertvollen Vorkriegsfahrzeugen auf die fast 1000 Kilometer lange Strecke gehen. Als die prächtigen Oldtimer erstmals im Vorjahr entlang der Oberen Königsstraße Aufstellung bezogen, säumten Hunderte Schaulustige die Strecke.

Diesmal fahren die Autoveteranen am Fronleichnamstag ab 14.30 Uhr auf der Königsstraße vor. Ab 16.30 Uhr senkt sich die Starterflagge, wobei alle Oldtimer einzeln vorgestellt werden. Ältestes Fahrzeug ist ein französischer Amilcar CGSS von 1927, den jahrgangsmäßigen Abschluss bildet ein originalgetreuer VW Käfer von 1956. Dazwischen: viele große Namen der Autohistorie wie Lagonda V12, Bentley Speed Six, Alfa Romeo Duetto, Maserati Mexico und Cadillac Sedan DeVille.

Zuvor am Starttag werden sich die Teilnehmer ab 11 Uhr bei der Firma Ferrari Eberlein an der Leipziger Straße zur technischen Abnahme der Autos treffen. Der Streckenverlauf in den folgenden zwei Tagen führt unter anderem über Eisenach, Weimar, das Schleizer Dreieck und Zwickau nach Dresden und von dort wieder in Richtung Westen über Freyburg, Bad Langensalza und Mühlhausen zum Ausgangspunkt nach Kassel.

Am Samstag, 21. Juni, werden die Oldtimer gegen 19 Uhr auf dem Gutshof am oberen Ende der Wilhelmshöher Allee erwartet. Zwei Stunden später beginnt im Schlosshotel die Rallye-Abschlussparty mit Siegerehrung. Ebenso wie der Ort dieser Feier ist Rudolf Caracciolas Name eng mit Kassel verbunden: Mit seinem Mercedes hatte Caracciola von 1924 bis ’26 dreimal in Folge das Herkules-Bergrennen gewonnen.

In Kassel schloss sich dann auch der Lebenskreis der Rennfahrerlegende: Caracciola starb 1959 in den Städtischen Kliniken, wo er sich wegen eines fortgeschrittenen Leberleidens behandeln ließ.

Von Axel Schwarz

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