Aukam baut doch kein Motel - stattdessen soll Grandhotel ausgebaut werden

Kassel. Hotelier Herbert Aukam wird wohl doch kein Motel auf dem ehemaligen Ford-Rößler-Gelände an der Frankfurter Straße bauen. Das Vorhaben wurde zugunsten einer Erweiterung des bestehenden Grandhotels La Strada an der Raiffeisenstraße aufgegeben.

Unternehmer und Hotelier Aukam war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Angesichts der geänderten Pläne ist auch der beschlussreife Bebauungsplan, den die Stadt für das ehemalige Rößler-Gelände aufgestellt hatte, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr nicht mehr behandelt und wie vorgesehen beschlossen worden.

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Nach Angaben aus dem Rathaus hatte Aukam wenige Tage vor dieser Sitzung gegenüber dem Leiter des Amtes für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz, Heinz Spangenberg, erklärt, dass die Errichtung eines Hotelgebäudes am Standort des ehemaligen Autohauses Rößler nicht mehr beabsichtigt ist und stattdessen eine Modernisierung und Erweiterung des vorhandenen Grandhotels erfolgen soll. Erste Überlegungen hierzu sollen der Stadt im Laufe des Frühjahrs vorgestellt werden. Aufgrund der veränderten Planungsziele habe man einvernehmlich vereinbart, dass der Bebauungsplan nicht mehr zur Rechtskraft geführt werden soll.

Für die Erweiterungspläne an der Raiffeisenstraße muss nun ein neuer Bebauungsplan erarbeitet werden. Aukam, der mit dem 800-Betten-Haus La Strada in der Südstadt Kassels größtes Hotel betreibt, hat die Grundstücke bereits erworben. Dort hatten zuletzt ein Reifenhandel und das Melsunger Autohaus Jung mit einer Filiale firmiert. Die Geschäftsgebäude wurden schon abgerissen.

90 Zimmer

In dem fünf bis sechs Millionen Euro teuren Anbau an das Hotel La Strada, der in zwei Bauabschnitten errichtet werden kann, sollen etwa 90 Zimmer sowie Konferenzräume im Erdgeschoss entstehen.

Ursprünglich sollte an der Frankfurter Straße / Ecke Raiffeisenstraße für zehn Millionen Euro ein 500-Betten-Motel gebaut werden. Das mit der Planung beauftragte Kasseler Architekturbüro Bieling hatte ein repräsentatives, an ein Ufo erinnerndes dreieckiges Gebäude mit rot schimmernder Fassade entworfen. Es war auch auf dem Bauschild zu sehen, das bereits vor längerer Zeit wieder abgebaut wurde.

Von Ellen Schwaab

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