Engpässe während der Einrichtung der Baustelle

Auf der A7 bei Kassel: Staus bis nach Lutterberg - Grund ist der achtspurige Ausbau

Bau in Richtung Norden, Stau in Richtung Süden – unter diesem Motto steht der aktuelle Bauabschnitt des achtspurigen Ausbaus der Autobahn 7.

Und das wird nicht nur bis mindestens Ende nächster Woche so bleiben, die Verkehrssituation könnte sich laut Aussage der Polizei sogar noch verschärfen.

Seit Wochenbeginn wird die Baustelle zwischen dem Kreuz Kassel-Mitte und der Anschlussstelle Kassel-Ost in Fahrtrichtung Nord eingerichtet, denn auch in diese Richtung soll die Autobahn auf vier Spuren verbreitert werden. Der Abschnitt in Richtung Süd wurde deshalb verengt. Die Konsequenz: kilometerlange Staus, zeitweise bis nach Lutterberg oder gar Hann. Münden.

Laut Gerd Bohne, Pressesprecher von Hessen Mobil, sei ein solches Stauaufkommen während der Einrichtung einer Baustelle nicht ungewöhnlich. Während der Einrichtung könnten häufig nicht alle Spuren befahren werden. Um Markierungen zu ziehen, Schilder aufzustellen und vor allem um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten, sei das nötig, sagt Bohne.

Stauwarnanlage geplant

Um die tatsächlichen Auswirkungen der Arbeiten auf den Verkehr beurteilen zu können, müsse man jedoch abwarten, bis die Baustelle fertig eingerichtet sei, sagt Bohne. „Wir werten die Stausituation von Anfang der Woche aber momentan aus“, ergänzt Kollegin Christina Röntgen. Maßnahmen zur Entschärfung würden momentan diskutiert. Auf jeden Fall solle es zukünftig eine Stauwarnanlage geben.

Ende kommender Woche sei die Einrichtung abgeschlossen. Dann wird der Verkehr auf die bereits ausgebaute Südfahrbahn geleitet. Dort wird es jeweils drei Spuren in eine Richtung geben. Diese seien eng, ihre Breiten von 3,25 Metern, 2,70 Metern und 2,60 Meter entsprächen den Richtlinien. Ausgeschildert seien aus Sicherheitsgründen aber nur 2,20 Meter für die beiden schmaleren Fahrstreifen.

Geänderte Verkehrsführung

Auch für Fahrer in Richtung Süden ändert sich die Verkehrsführung. Der rechte Fahrstreifen am Kreuz Kassel-Mitte wird von der Hauptfahrbahn in die Parallelfahrbahn geleitet. Fahrer auf diesen Spuren fahren dann zusammen mit denen, die zur A 49 wollen. Während diese auf die Rampe zur A 49 abfahren, werden alle Fahrzeuge in Richtung Würzburg hinter dem Kreuz wieder auf die Hauptfahrbahn der A 7 geleitet.

Auch die Autobahnpolizei Baunatal hat die angespannte Verkehrssituation der vergangenen Tage registriert. Die Staus in Richtung Süden entstünden größtenteils auf der rechten Spur bis zur Abfahrt zur A 49 am Kreuz Kassel-Mitte, sagt Sprecher Holger Augustin. Unfälle habe es in dem Streckenabschnitt dadurch seit Wochenbeginn allerdings nicht vermehrt gegeben, sagt Augustin.

Einig sind sich Autobahnpolizei und Polizei in Kassel, dass sich die Verkehrssituation, nach den Osterferien, noch verschärfen könnte. Mit Folgen für den innerstädtischen Verkehr und die Ausweichrouten. Bereits jetzt habe die veränderte Verkehrssituation auf der A 7 im Stadtgebiet zu einem höheren Verkehrsaufkommen geführt, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Gerade auf der Leipziger Straße stadtauswärts und auf der Bundesstraße 3 ab Fuldatal durch das Stadtgebiet bis zur Autobahnauffahrt auf die A 49 am Auestadion sei Geduld gefragt. Die Polizei empfiehlt, dass Gebiet zu umfahren.

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