Ausflugstipp: Mit dem Schiff von Kassel in die Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden

Dorf am Fluss: Auch das auf der niedersächsischen Seite der Fulda gelegene Spiekershausen mit seinem markanten Kirchturm passiert das Ausflugsschiff auf seiner dreistündigen Fahrt von Kassel nach Hann. Münden. Foto:  Ketteritzsch

Kassel/Fuldatal/Hann. Münden. Üppig grüne Bäume und blühende Blumen am Ufer, schäumende Wellen im Wasser - die Fulda ist ein wahres Naturparadies. Wer mit dem Schiff auf dem Fluss unterwegs ist, bekommt für das Auge einiges geboten.

218 Kilometer ist Hessens längster Fluss lang, von seiner Quelle in der Rhön bis zum Weserstein in Hann. Münden. Das Schiff „Europa“, das letzte Fahrgastschiff der Rehbein-Linie aus Kassel, legt bei seiner Romantikfahrt in die Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden die letzten 32 Kilometer der Fulda zurück, bevor diese sich mit der Werra vereint und bis zur Nordsee als Weser weiterfließt.

Kurz nach der Abfahrt vom Liegeplatz der „Europa“ an der Schlagd in Kassel haben die Passagiere einen einmaligen Panoramablick auf die documenta-Stadt und den Herkules. In gemütlichem Tempo lässt die „Europa“ Kassel hinter sich. Vorbei an Wolfsanger und Sandershausen mit seinem Sportboothafen verlässt das Schiff das Kasseler Becken und fährt weiter in Richtung Fuldatal. Wenige Minuten später erreicht das Ausflugsschiff, das in der Tradition des legendären Dampfers „Elsa“ steht, die Anlegestelle am Restaurant „Graue Katze“ und dem Hotel „Roter Kater“. Das linke Fuldaufer gehört auf dieser Höhe noch zu Hessen, das rechte mit Spiekershausen schon zu Niedersachsen.

Von der Fulda begeistert: Horst Mogk und Erika Wiesweg aus dem Ruhrgebiet. Foto:  Janina Müller

Die Schleuse an der Staustufe Wahnhausen, vor der sich die Fulda in eine Art See verwandelt, ist eine von insgesamt vier auf der Strecke und für die Passagiere eine echte Attraktion. Große Ausflugsschiffe wie die „Europa“ passen hier gerade so hinein. Direkt hinter dem Schiff schließen sich die Schleusentore und dann geht es abwärts. Fast zehn Meter wird das Wasser abgesenkt, damit die „Europa“ auf der anderen Schleusenseite weiterfahren kann.

Die letzten fünf Kilometer vor Hann. Münden fließt die Fulda vollständig durch Niedersachsen. Zuvor passiert das Schiff noch Wahnhausen, Speele und Wilhelmshausen. Nach etwa dreistündiger Fahrt taucht schließlich die historische Altstadt von Hann. Münden auf.

Mit dem Ausflugsschiff über die Fulda - Impressionen

Viele der Passagiere, die mit der „Europa“ die Strecke dorthin zurücklegen, bringen ihre Fahrräder mit. So auch Horst Mogk (75) aus Dortmund und Erika Wiesweg (71) aus Bottrop. „Die Landschaft rund um Kassel gefällt uns wirklich sehr gut“, sagt Wiesweg. Vom Anleger in Hann. Münden geht es für sie erst einmal in die Altstadt, Eis essen. Danach geht es über 23 Kilometer auf dem Fulda-Radweg R1 zurück nach Kassel. Größtenteils ebenerdig verläuft der Weg, der auf Kasseler Gebiet gerade erneuert wird, durch die malerische Landschaft immer an der Fulda entlang - eine schöne Alternative für die Heimreise nach Kassel.

Von Janina Müller

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