Nach Einarbeitung zeigt sich, ob Stress verkraftet wird

Aushilfskräfte für Hessentag gesucht: "Nicht jeder ist geeignet“

Beim Aufbau auf dem Königsplatz: Gleich neben dem Bierzelt von Hartmut Apel richten Kosmo-Bar-Betreiber Mohammad Reza Yassi (links) und Kollege Tobi Stage ihren Hessentag-Stand ein. Auch sie suchen fähige Mitarbeiter. Foto: Koch

Kassel. Ob Verkaufshilfen für den Hessentag, ob Empfangsdamen in einem Hotel, ob Küchenhilfen, Servicekräfte oder Helfer im Veranstaltungsbereich – die Liste noch offener Mini- und Studentenjobs ist lang.

Interessierte, die sich auf der Internetseite der Arbeitsagentur Kassel (Job-Börse) umschauen, stoßen auf Hunderte Angebote. „Tatsächlich wird im Hotel- und Gaststättengewerbe noch kräftig gesucht“, sagt Anna Homm, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands Nordhessen (Dehoga). Anders ließen sich 1,5 Millionen erwartete Gäste in Kassel auch nicht stemmen. Bislang gebe es keine Engpässe bei der Besetzung freier Stellen. „In Kassel gibt es viele, die sich für Aushilfsjobs interessieren, vor allem unter den Studenten“, sagt Homm.

Oft fehlt die Erfahrung

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Von Engpässen sieht Hartmut Apel ebenfalls keine Spur. Als Chef der „Apel Catering Kassel“ wird er auf dem Königsplatz ein Zelt mit etwa 800 Plätzen betreiben. Zudem sorgt sein Team für die Verpflegung bei den Konzerten in der Rothenbach-Halle sowie bei der Landesausstellung in den Messehallen.

Hartmut Apel

200 Kollegen, allesamt erfahrene Mitarbeiter, stehen ihm zur Verfügung. „Im Grunde sind wir gut bedient, dennoch suchen auch wir“, sagt Apel. Aktuell hat er noch eine Suchanzeige bei der Job-Börse der Arbeitsagentur eingestellt. Grund: Aushilfskräfte sind oft ungelernt und müssen eingearbeitet werden. Oft zeigt sich erst nach einigen Tagen, ob eine Aushilfe für einen Großeinsatz wie den Hessentag geeignet ist. „Viele sind es nämlich nicht“, sagt Apel.

Willi Rudolph

Auch Willi Rudolph kann ein Lied davon singen. Obwohl auch er aktuell genug Aushilfen hat, sucht er immer noch weiter. „Es fallen stets welche aus“, sagt der Gastronom, der gemeinsam mit seinem Sohn Markus zum Hessentag vier Stände auf dem Königsplatz, vor dem Kaufhof und auf dem Opernplatz betreiben wird. Der Hessentag werde kein Pappenstiel sein. „Hier müssen die Leute richtig ran, und das stundenlang mit der passenden Arbeitseinstellung“, sagt Rudolph.

„Wir gehen in Vorleistung“

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So sei das Einstellen von Aushilfen stets mit einem Risiko behaftet. „Ich gehe im Prinzip mit der Zahlung von Lohn in Vorleistung“, sagt Rudolph, der 7,50 Euro netto die Stunde zahlt, womit er nahe am Tarif ist. Die Einarbeitung dauere mindestens zwei bis drei Tage, und dann müsse sich noch zeigen, ob der Ernstfall ebenfalls bewältigt werde.

Die aktuellen Job-Angebote der Arbeitsagentur sind zu finden unter: http://jobboerse.arbeitsagentur.de

Von Boris Naumann

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