Mehr Betten für Besucher

Auslastung der Kasseler Hotels ist gestiegen

Bergpark als Touristenmagnet: Die 300 Jahre alten landgräflichen Wasserkünste locken nicht nur jeweils Tausende Tagesbesucher an, sondern auch viele Touristen, die über Nacht oder für ein Wochenende in Kassel bleiben. Unser Bild entstand beim Saisonauftakt 2014. Foto:  Zucchi/dpa

Kassel. In Kassel wächst die Zahl der Hotelbetten, doch noch stärker nimmt die Nachfrage nach ihnen zu. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts gab es 2014 in der Stadt 6221 Schlafplätze in Hotels, das waren 350 mehr als im Jahr zuvor.

Trotz des vergrößerten Angebots wuchs die Zimmerauslastung im Jahresdurchschnitt auf 56,6 Prozent - das waren eineinhalb Prozentpunkte mehr als 2013.

Seit jenem Jahr sind mehrere große Hotelbauprojekte in Kassel fertig geworden. Dazu gehören das B&B Hotel am Kreisel (2013) mit 94 Zimmern und ein neues Motel neben dem La Strada in der Südstadt mit 112 Zimmern (2014). Ebenfalls im Vorjahr wurden die groß angelegten Ausbau- und Renovierungsarbeiten im Schlosshotel am Bergpark abgeschlossen, das auf 125 Zimmer und fünf Suiten gewachsen ist. Neu ist auch das „Hotel am Herkules“ in der Siedlung Neu-Holland mit 25 Zimmern und 15 Appartements.

In die amtliche Übernachtungsstatistik gehen Betriebe erst ab mindestens zehn Betten ein. 69 davon gab es im vergangenen Jahr in Kassel, 870.000-mal haben auswärtige Gäste 2014 dort übernachtet - eine neue Bestmarke für ein Jahr ohne documenta.

Angelika Hüppe

Die steigende Übernachtungszahl weist eindeutig darauf hin, dass mehr Besucher kommen; sie liegt nicht etwa daran, dass die Gäste länger in Kassel bleiben würden. Denn die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bleibt mit knapp zwei Tagen seit Langem konstant. „Wir sind keine Urlaubsregion, wo sich die Aufenthaltsdauer durch Werbemaßnahmen wesentlich steigern ließe“, sagte Geschäftsführerin Angelika Hüppe von Kassel Marketing. Während der Woche kämen hauptsächlich Kongress- und Tagungsgäste und am Wochenende die touristischen Besucher. In jeder dieser Gruppen würden in aller Regel zwei Übernachtungen in Kassel eingeplant.

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Laut Hüppe sind die Vorzeichen günstig, dass sich die Übernachtungszahlen in dieser Saison weiter nach oben entwickeln könnten. Für 2015 stünden mehrere Ereignisse im Kalender, die Kassel als Ziel für ein bundesweites Publikum attraktiv machen.

So werde das 60-jährige Bestehen der Weltkunstschau documenta mit einer Veranstaltungsreihe sowie im Sommer mit einer Ausstellung in der Kunsthalle Fridericianum begangen. Ein deutschlandweites Thema sei weiterhin in der zweiten Jahreshälfte eine Sonderschau im Schloss Wilhelmshöhe zu Leben und Werk des Renaissance-Malers Lucas Cranach d. Ä., bei der auch hochkarätige internationale Leihgaben zu sehen sein werden.

Und nicht zuletzt steht für den Sommer die Eröffnung der Kasseler Grimmwelt auf dem Weinberg an. Dafür werbe Kassel Marketing seit einem Jahr bei Reiseveranstaltern, sagte Pressesprecherin Birgit Kuchenreiter. „Jetzt beginnen wir im nächsten Schritt damit, die Endkunden anzusprechen.“

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