Durch neue Erika-Krauskopf-Stiftung

Kasselerin vererbt 3,2 Millionen an Stiftung für Projekte in der Region

Kassel. Mit einer Zustiftung in Höhe von 3,2 Millionen Euro durch die neue Erika-Krauskopf-Stiftung hat die Bürgerstiftung für die Stadt und den Landkreis Kassel jetzt die größte Einzelstiftung seit ihrer Gründung vor 15 Jahren vermeldet.

„Auch bundesweit ist eine so hohe Zustiftung außergewöhnlich“, sagte der Geschäftsführer der Bürgerstiftung, Alexander Schmidt.

Die Erträge der Millionen schweren Stiftung sollen künftig in Projekte für Kinder, Tiere und den Umweltschutz in der Region Kassel fließen. Die 2011 im Alter von 83 Jahren gestorbene Kasselerin Erika Krauskopf hatte zu Lebzeiten bestimmt, dass unter dem Dach der Bürgerstiftung ihre Herzensangelegenheiten realisiert werden sollen.

Der erfolgreichen Ingenieurin im Bereich Kältetechnik sei insbesondere die Förderung von Bildung im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich ein Anliegen gewesen, sagte Testamentsvollstrecker und Repräsentant der Erika-Krauskopf-Stiftung, Rechtsanwalt Michael Heinecke aus Kassel. Weiterhin lagen ihr der Tier- und der Umweltschutz am Herzen. Die Erträge aus ihrer Stiftung sollten Projekten in Kassel und Umgebung zugute kommen. Heinecke: „Erika Krauskopf war der Region sehr verhaftet.“ Die Erika-Krauskopf-Stiftung ist die 35. Zustiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Kassel. Mit einem Kapital von inzwischen mehr als sieben Millionen Euro ist sie eine der erfolgreichsten Stiftungen Deutschlands. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 350 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 850.000 Euro gefördert.

Laut Alexander Schmidt handelt es sich um die größte Bürgerstiftung in Hessen und die Nummer fünf in Deutschland. Die Bürgerstiftung Kassel wurde 1999 als erste Bürgerstiftung in Hessen gegründet und von der Kasseler Sparkasse, die sie auch verwaltet, mit einem Gründungskapital von 50.000 Mark (25.000 Euro) ausgestattet.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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