Stadtmuseum Kassel

Vor der Ausstellung über die 80er-Jahre: Die Schlümpfe sind die Stars

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Bereiten sich auf die Ausstellung im Stadtmuseum vor: Die Schlümpfe sind in Aktion.

Das Stadtmuseum hat für eine Ausstellung Gegenstände aus den 1980er-Jahren gesucht. Was es bekam? Vor allem: Schlümpfe. Ein Besuch in – sagen wir mal – Schlumpfhausen.

Noch sind die Schlümpfe nicht für jedermann sichtbar. Sie harren in einem Hinterzimmer des Stadtmuseums aus und warten dort auf ihren Auftritt. Ab dem 2. November sind sie dann Teil einer Ausstellung, die sich mit den 1980er-Jahren befasst. Und es lässt sich jetzt schon sagen, wer dann die Stars sein werden: eben jene Schlümpfe aus dem Hinterzimmer.

Diese Behauptung lässt sich belegen – mit den Erfahrungen, die Christina Reich gemacht hat. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtmuseums hat sich um die Rückmeldungen gekümmert, die einem Aufruf für jene Ausstellung folgten. Die Menschen, die dazu etwas beisteuern wollten, boten ihr vor allem eines an: Schlümpfe.

Die Leute riefen an, sie mailten, und am Ende hätte Reich wohl eine eigene Schlumpfabteilung gründen können, wenn sie sich nicht für eine Kollektion entschieden hätte. Sie sagt: „Ich finde es spannend, dass die Schlümpfe noch so ein Thema sind.“ Die 31-Jährige fühlt sich nun selbst an ihre Kindheit erinnert. Wer bitteschön hatte nicht mindestens einen Schlumpf in der Spielekiste oder auf dem Nachttisch?

Für die Ausstellung wählten Reich und ihre Kollegen die Schlümpfe von Katja Schmidt aus: 29 Exemplare – vom fußballbegeisterten bis zum am Klavier musizierenden Schlumpf ist alles dabei, was die Erwachsenen mit einem Herzen für kleine Figuren erfreut. Vor allem aber gehört zu der Kollektion ein Schlumpfhaus. So lässt sich alles gut darstellen.

Die Ausstellung über die 1980er-Jahre mit dem Namen „Ab in die 80er!“ wird dann bis zum 6. September 2020 zu sehen sein. Danach gehen die Schlümpfe wieder an Katja Schmidt zurück. Sie hat dann auch eine Verwendung für sie. Ihre Neffen und Nichten werden mit ihnen spielen. Schlümpfe sind als Begleiter für Jung und Alt schließlich zeitlos.

Dass es den Schlümpfen bis zu Beginn der Ausstellung im Stadtmuseum in ihrem Hinterzimmer nicht langweilig wird, dafür ist im Übrigen gesorgt: Auf dem Tisch gegenüber liegt Alf, der ja auch in der 80er-Jahren Karriere gemacht hat. Er wird den Schlümpfen sicher ein paar Geschichten erzählen, wie es einst auf seinem Planeten Melmac gewesen ist. Schlümpfe soll es da nicht gegeben haben.

Schon gewusst?

  • Erfinder der Schlümpfe ist der belgische Zeichner und Autor Pierre Culliford („Peyo“), der von 1928 bis 1992 lebte. Er entwarf die Schlümpfe zunächst als Nebenfiguren für seine Comicserie Johan et Pirlouit, die im Magazin Spirou erschien. Später machten die Schlümpfe auch im Fernsehen Furore.
  • Dass die Schlümpfe blau sind, hat Erfinder Peyo entschieden. Sie sollten nicht aussehen wie Menschen.
  • Einen Schlumpf in Kassel kaufen? Nahezu unmöglich, wie ein Besuch in fünf Fachläden zeigt. Keiner hatte einen Schlumpf.

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