„Ausstellung für die ganze Familie“

Tierkinder sind ab heute im Naturkundemuseum zu sehen

Frau kniet im Museum neben zwei präparierten Rentieren
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Fürs Foto ausnahmsweise hinter die Absperrung: Aline Masson ist wissenschaftliche Volontärin und Mit-Kuratorin der Ausstellung. Sie kniet neben einem Rentierjungen.

Kassel – Der Gesang eines Wales ist im Erdgeschoss des Naturkundemuseums zu hören, genau sowie das Grunzen von Wildschweinen und Vogelgezwitscher. Heute öffnet die neue Sonderausstellung „Tierkinder“ im Ottoneum. Ein Jahr lang haben die Vorbereitungen der Ausstellung gedauert.

Die Idee

Tierkinder soll eine Ausstellung für die ganze Familie sein. „Wir wollen, dass die Ausstellung positive Energien und Lebensfreude bei den Besuchern weckt“, so Dr. Kai Füldner, der Leiter des Naturkundemuseums. Das Thema soll leicht und entspannt sein, Dramen würde es zurzeit genug geben. Eine Altersempfehlung gibt es nicht, die Ausstellung eignet sich für jedes Alter.

Die Ausstellungsstücke

Frischling gefunden: Eine Wildschweinfamilie versteckt sich im Naturkundemuseum in der Maisfeldkulisse.

Viele der Präparate sind mehr als 100 Jahre alt. Vereinzelt sind es Leihgaben anderer Museen, ein großer Teil stammt aber aus der Sammlung des Kasseler Naturkundemuseums „Wir haben kein Tier getötet, um es hier ausstellen zu können“, betont Dr. Kai Füldner. Sie kämen beispielsweise aus Zoos, wo sie auf natürliche Weise gestorben seien.

Der Bauernhof

Neben Reptilien, Insekten, Wildtieren und Vögeln geht es auch um Haustiere und ihre Kinder. Hierbei geht die Ausstellung auch kurz auf das Thema Nutztierhaltung und deren weniger schöne Seiten ein. „Es war uns wichtig auch dieses Thema aufzugreifen, wir wollten es aber nicht zum Mittelpunkt der Ausstellung machen“, erklärt Dr. Kai Füldner. Auch, dass Tiere sich nicht als Geburtstags- oder Weihnachtgeschenk eignen ist Thema in der Ausstellung.

Der Vergleich

In ihrer natürlichen Umgebung: Die Tiere werden dort gezeigt, wo sie leben, so wie der Dachs im Dickicht.

Gezeigt werden die verschiedensten Tiere, die aus Eiern schlüpfen und deren unterschiedliche Entwicklung. Vom kleinen Vogel bis zum meterhohen Dinosaurier. Auch das kleinste und das größte Säugetier sind zu sehen: Die Zwergspitzmaus und der Wal.

Die Illustration

Eine vom Museum entworfene Rehkitz-Illustration begleitet die Besucher durch die Ausstellung und entwickelt sich am Ende zum rebellischen Teenager. Es führt die Besucher unter anderem zu den Antilopen, die sich in einem gewissen Alter oft auf die gefährliche Mutprobe einlassen, einen ausgewachsenen Löwen herauszufordern.

Einblick in die Kinderstube der Vogelwelt. Zwei kleine Waldkäuze schmiegen sich eng aneinander.

Der Besuch

Die Sonderausstellung ist vom 27. August 2020 bis 28. Februar 2021 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: dienstags, donnerstags, freitags und samstags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 4,50 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder unter 6 Jahre ist der Eintritt frei. 50 Besucher dürfen sich gleichzeitig in der Ausstellung aufhalten und müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Die Mitmachstationen

Zur Ausstellung gehören auch interaktive Mitmachstationen. Diese dürfen zurzeit aufgrund der geltenden Hygieneverordnung nicht genutzt werden. „Wir arbeiten aber daran, eine Lösung zu finden, um sie bald möglichst freizugeben“, so Füldner.

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